Heinisch-Hosek: Frauen haben ein Recht auf Schutz vor Gewalt

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek eröffnete heute die internationale WAVE-Konferenz in Wien

Wien (OTS) - "Das Netzwerk WAVE - Women Against Violence Europe -hat einen ganz besonderen Bezug zu Wien. Denn 1993 wurde hier in dieser Stadt bei der Weltkonferenz über Menschenrechte das Recht der Frauen auf Eigenständigkeit und Schutz vor Gewalt als Grundrecht anerkannt und die Idee zur Gründung dieses Netzwerk geboren", sagte Frauenministerin Heinisch-Hosek bei der Eröffnung der Konferenz in der Technischen Universität. "Damals schon wurde deutlich, dass weltweit ein großer Teil der Bevölkerung erniedrigt, geschlagen und verstümmelt wird, einfach nur deshalb, weil dieser weiblich ist."

Es sei für Österreich ein wichtiges Signal der Wertschätzung, dass die WAVE-Konferenz heute in Wien stattfinde. Denn nach dem Inkrafttreten des 1. Gewaltschutzgesetzes 1997, das international eine Vorreiterrolle spielte, der Einrichtung der Interventionsstellen gegen Gewalt und dem Ausbau der Frauenhäuser sei im Laufe der Zeit ein funktionierendes Netz zwischen Polizei, Justiz und Opferschutzeinrichtungen entstanden, das nun seine Wirkung zeige:

Gab es im Jahr 1997 noch 1.365 Wegweisungen auf Grund familiärer Gewalt, waren es im letzten Jahr bereits über 6.500 und die Tendenz sei weiter steigend. Auch die Zahl der Betreuungsfälle der Interventionsstellen gegen Gewalt sei in den letzten Jahren massiv angestiegen. Hatten diese Stellen 2001 rund 4.850 Opfer betreut, waren es 2008 bereits über 14.000.

"Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Hilfsangebote immer besser angenommen werden. Es heißt aber auch, dass Gewalt in der Familie immer noch zum Alltag vieler Frauen und Kinder gehört", betonte die Frauenministerin.

"Opfer von Gewalt haben Anspruch auf Schutz durch die Gesellschaft, wir müssen hinschauen statt wegschauen" so Heinisch-Hosek."Daher ist es mir als Frauenministerin ganz besonders wichtig, die Opferschutzeinrichtungen mit ausreichend finanziellen Mitteln auszustatten. In den letzten beiden Jahren ist es gelungen, nicht nur die flächendeckende Betreuung durch die Interventionsstellen in Österreich zu sichern, sondern durch eine erneute Budgetaufstockung insbesondere Frauen auf dem Land besser betreuen zu können."

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Mag. Dagmar Strobel
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
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