Csörgits: Einkommensschere muss endlich verringert werden

Verpflichtende Offenlegung der Gehälter sorgt für mehr Einkommensgerechtigkeit - Schweden als positives Beispiel

Wien (SK) - "Die Initiative 'gleich=fair' von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Sozialminister Rudolf Hundstorfer ist ein wichtiger Schritt in Richtung Einkommensgerechtigkeit", so SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits heute, Donnerstag, gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Die anonyme Offenlegung von Gehältern, nach Bezugsgruppen geordnet, sei eine gut geeignete Maßnahme, um die Einkommensschere kontinuierlich zu verkleinern. "Das positive Beispiel Schweden zeigt, dass diese Maßnahme den gewünschten Effekt erzielt. Die Einkommensschere in Schweden wurde dadurch deutlich verkleinert", erklärte Csörgits, die sich dafür aussprach, eine verpflichtende Einkommenstransparenz für Betriebe mit mehr als 25 MitarbeiterInnen im Gleichbehandlungsgesetz zu verankern. ****

"Es ist erschreckend und einfach nicht nachvollziehbar, dass Frauen in Österreich für die gleiche Arbeit immer noch um 15 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen - und das nur, weil sie Frauen sind", kritisierte die SPÖ-Sozialsprecherin. Frauen würden meist gar nicht merken, dass sie an ihrem Arbeitsplatz finanziell diskriminiert werden, wüssten oft nichts von den Zulagen oder Zuschlägen, die ihre männlichen Kollegen erhalten. "Laut Kollektivvertrag müssten männliche und weibliche Angestellte oder Arbeiter gleich bezahlt werden. Die Realität zeigt aber leider ein anderes, ein ungerechtes tatsächliches Gehaltsniveau", kritisierte Csörgits.

Die Initiative "gleich=fair", sei ein wichtiger Schritt, um Bewusstsein für diese "unglaubliche soziale Ungerechtigkeit" zu schaffen. "Die Offenlegung von Gehältern hat die Einkommensschere in Schweden auf 6 Prozent verringert. Dies sind zwar immer noch um 6 Prozent zuviel, aber es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, an dem wir uns ein Beispiel nehmen müssen", so Csörgits abschließend. (Schluss) sv

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