Beatrix Karl fordert umfassenden Blick auf Notwendigkeiten unserer Universitäten und Hochschulen statt Rosinen picken

ÖVP-Wissenschaftssprecherin unterstreicht positiven Lenkungseffekt der Studienbeiträge - ÖVP hat sich bewegt, SPÖ muss sich im tertiären Sektor Diskussion öffnen

Wien, 24. September 2009 (ÖVP-PK) Einen "umfassenden Blick auf die Notwendigkeiten unserer Universitäten und Hochschulen statt Rosinen picken" fordert ÖVP-Wissenschaftssprecherin Dr. Beatrix Karl. "Die selektive Wahrnehmung der SPÖ hilft dem österreichischen Hochschulraum nicht weiter", so Karl. Sie erinnert daran, dass die OECD in dem im Juli präsentierten Bericht sowohl die Einführung von Studienbeiträgen als auch Zugangsbeschränkungen empfohlen hat. ****

„Die OECD-Empfehlungen für den tertiären Sektor haben eine Diskussion verdient. Wenn man die Empfehlungen der OECD in einem Kapitel begrüßt, so kann man jene in einem anderen Kapitel nicht rundum verschweigen." Die ÖVP habe sich im Bildungsbereich bewegt, verweist Karl etwa auf die gemeinsame Schule. Nun müsse sich auch die SPÖ im tertiären Sektor einer Diskussion öffnen. Zu den heutigen Aussagen von SPÖ-Wissenschaftssprecherin Kuntzl betreffend Akademikerquote hält Karl zudem fest: „Mehr Studierende heißt noch lange nicht mehr Absolventen."

Die Studienbeiträge hatten einen positiven Lenkungseffekt, verweist Karl auf das Sinken der Dropout-Rate sowie die Zahl prüfungsinaktiver Studierender. Klar sei auch: „Eine Diskussion zu Studienbeiträgen muss Hand in Hand mit einer Diskussion über den weiteren Ausbau der Stipendien gehen." Die ÖVP-Wissenschaftssprecherin verweist darauf, dass mit Einführung der Studienbeiträge auch das Studienförderungssystem ausgeweitet wurde. Besonders Studierende aus sozial schwächeren Schichten haben dabei profitiert, wie auch die OECD in ihrem Bericht festgehalten hat.

Die Mittel für die Studienförderung sind seit dem Jahr 2000 verdoppelt worden und betrugen im Vorjahr rund 200 Millionen Euro. Die Zahl der Bewilligungen ist in diesem Zeitraum um fast 50
Prozent gewachsen und gleichzeitig hat sich die durchschnittliche Fördersumme pro Studierendem um 20 Prozent auf über 4.500 Euro erhöht.

Die de facto Abschaffung der Studiengebühren vor einem Jahr "war ein Schnitt ins Fleisch der Unis", verweist Karl darauf, dass den Unis die Einnahmen der Studiengebühren wegfallen. „Diese nun vom Bund bereit gestellten 157 Millionen Euro hätten die Unis gut zusätzlich brauchen können", schließt Karl.

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