FPÖ-Winter kritisiert geplanten ÖBB-Kahlschlag in der Steiermark

Tausende Pendler werden von der Schiene auf die Straße verbannt

Wien (OTS) - Die steirische FPÖ-NAbg. Susanne Winter kritisiert
die jüngst bekannt gewordenen Sparpläne der ÖBB. Wie den Medien zu entnehmen war, könnten in der Steiermark gleich vier Strecken aufgelassen werden. Zur Disposition stehen demnach die Verbindungen von Ebensee nach Steinach-Irdning, von Zeltweg nach St. Paul im Lavanttal, von Spielfeld nach Bad Radkersburg und von Fehring nach Friedberg.

"Durch diese Streckenstreichungen wären Tausende Pendler zum Umsteigen aufs Auto gezwungen, Tausende Eltern müssten ihre Kinder mit dem Auto täglich zur Schule bringen", skizziert Winter die Auswirkungen der ÖBB-Pläne. Wieder würden die ländlichen Regionen in der Steiermark krass benachteiligt, weil sich die ÖBB mit betriebswirtschaftlichen Argumenten ihres Auftrags der flächendeckenden Infrastrukturversorgung entledigen wollten.

"Nach dem Verzocken von Hunderten Millionen Euro müssen jetzt die Menschen die Zeche für die Sanierung der selbstverschuldet finanzmaroden ÖBB zahlen", kritisiert Winter. Dabei werde offenbar nicht einmal auf bereits getätigte Investionen Rücksicht genommen. "Auf vielen Nebenbahnen wurden große Summen für neue Zugsgarnituren und Bahnhöfe, für Gleisausbau und Steinschlagsicherung aufgewendet. Diesen richtigen Investitionen wird im Nachhinein jeder Sinn genommen", stellt Winter fest.

Für die fehlende Wirtschaftlichkeit der Nebenbahnen seien die ÖBB zu einem guten Teil selbst verantwortlich, konstatiert Winter: "Anstatt mit vernünftigen und kundenorientierten Fahrplänen mehr Menschen von der Straße auf die Schiene zu locken, machen die ÖBB es den Leuten seit Jahren immer schwieriger, den Zug zu nehmen. Wenn die Bahn dann lange genug am Bedarf der Menschen vorbeifährt, wird eine Strecke nach der anderen aus dem Fahrplan gestrichen."

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