IG Windkraft begrüßt Beschluss des Ökostromgesetzes

Einspeisetarife auf Europa-Niveau gefordert

St. Pölten (OTS) - Erfreut äußert sich die IG Windkraft zum überfälligen Beschluss, die Ökostromnovelle 2008 in Kraft zu setzen. Nun müssten rasch Einspeisetarife auf Europa-Niveau verordnet werden. Dann könnte der weitere Ausbau von Ökostromanlagen rasch in Gang kommen und Investitionen in der Höhe von 3,8 Mrd. Euro fließen.

Die IG Windkraft zeigt sich erleichtert, dass das Ökostromgesetz endlich in Kraft treten kann. "Seit der Entscheidung der Kommission im Juli hat Minister Mitterlehner diese Sache schnell vorangetrieben. Nachdem wir über 14 Monate darauf gewartet haben, ist der erste Schritt für den weiteren Ökostromausbau getan", so Dr. Ursula Nährer, Rechtsexpertin der IG Windkraft. Nun müssen Wirtschafts-, Umwelt- und Konsumentenschutzminister rasch Einspeisetarife auf Europa-Niveau verordnen. Für Windkraft sind das 9,8 Cent pro Kilowattstunde.

Bei Tarifen auf Europaniveau kann Ökostrom-Ausbau losgehen

Der Ausbau von Ökostromanlagen ist seit 2006 de facto zum Stillstand gekommen. Die im letzten Sommer beschlossene Ökostrom-Novelle 2008 hat zwar nach wie vor grundlegende Konstruktionsmängel, die ein Erreichen der EU-Ziele unmöglich machen, sie brachte aber entscheidende Verbesserungen zur Katastrophen-Novelle 2006. Nun wurde sie endlich in Kraft gesetzt.

Jetzt liegt es an Wirtschaftsminister Mitterlehner gemeinsam mit Umweltminister Berlakovich und Konsumentenschutzminister Hundstorfer Einspeisetarife auf Europa-Niveau zu verordnen, dann können Investitionen in Milliardenhöhe folgen. Die Ökoenergie-Erzeuger rechnen mit Investitionen im Ausmaß von knapp vier Milliarden Euro, dies bei geringer Anreizfinanzierung durch die Einspeisetarife.

Enormes Potenzial

Das Potenzial der erneuerbaren Energien ist enorm. Zufolge neuester Untersuchungen könnten bis 2020 60 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Wind, Sonne, Biomasse und Wasserkraft erzeugt werden, das sind 90 % des aktuellen Stromverbrauchs.

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