• 24.09.2009, 09:26:05
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GdG-Kattnig: Regulierung der Finanzmärkte zügig umsetzen

Treffen der G20 muss weiterer Schritt zu starker Finanzmarktaufsicht und Transaktionssteuer sein

Wien (GdG-KMSfB/ÖGB) - "Die Maßnahmen zur Regulierung der
Finanzmärkte müssen zügig weiter umgesetzt werden. Eine globale
Finanztransaktionssteuer sowie eine klare Begrenzung von
Managerbezügen und Bonuszahlungen sind die Lehren aus der
Wirtschaftskrise", erklärte heute, Donnerstag, der Internationale
Referent der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien,
Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB), Thomas Kattnig, anlässlich des
G20-Gipfels in Pittsburgh.++++

"Wir unterstützen den Europäischen Gewerkschaftsbund in seinen
Anstrengungen um eine wirksame Regulierung der Finanzmärkte", betonte
Kattnig. Der Kontrast zwischen der hektischen Aktivität, mit der Geld
ins marode Bankensystem gepumpt wurde und der zögerlichen
Verschleppungstaktik bei staatlichen Hilfsmaßnahmen für
Industrieunternehmen war ein bedenkliches Signal.

"Wirksamere Regeln für Hedgefonds und Private Equity-Fonds sind
noch immer ausständig", sagte Kattnig. Die Staats- und
Regierungschefs sowie die Finanzminister der wichtigsten Industrie-
und Schwellenländer wären gut beraten, bei dem zweitägigen Treffen
klare Botschaften auszusenden. "Besonders bei der Beseitigung der
großen Ungleichheiten, die durch die Globalisierung entstanden sind,
beim Kampf gegen Arbeitslosigkeit und angesichts der steigenden Zahl
von Menschen, die zwar drei Jobs, aber nicht genug Geld zum Leben
haben, besteht Handlungsbedarf. Maßnahmen in diesen Bereichen könnten
gleichzeitig die Wirtschaft ankurbeln", stellte Kattnig fest.

Vordringliche Maßnahmen aus der Sicht der GdG-KMSfB:

•eine Stärkung der transnationalen Finanzmarktaufsicht. Unternehmen
und Anleger sollen nicht von Regulierungsunterschieden zwischen den
Staaten profitieren können;
•Eine weitgehende Neugestaltung des Finanzsektors ist anzustreben. Zu
denken ist an die Gründung einer Aufsicht über Ratingagenturen, die
Überprüfung der Bilanzregeln und der Eigenkapitalforderungen für
Banken, die Überprüfung der Anreizstrukturen der Entlohnungssysteme,
die Beschränkung der Rohstoffspekulation für institutionelle Anleger,
die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, die Regulierung von
Hedgefonds und Private-Equity-Fonds, die Beschränkung des Verkehrs
mit Offshore-Zentren und Steueroasen, etc.
•Ziele der Neuregulierung müssen die Schaffung von Transparenz und
Stabilität sein. Es gilt die Finanzierung der Realwirtschaft mittels
Krediten sicherzustellen.

ÖGB, 24. September 2009 Nr. 546

Rückfragehinweis:
GdG-KMSfB-Pressereferat, (01) 313 16 - 83 616, Informationen im Internet: www.gdg.at

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