Grüne Landstraße fordern Rehabilitation von NS-Opfern und Deserteuren

Wien (OTS) - Anlässlich der aktuellen politischen Diskussion über Deserteure und in Anbetracht der geplanten Umgestaltung des "Platzes der Opfer der Deportation" auf dem Gelände des ehemaligen Aspangbahnhofes im 3.Bezirk fordern die Grünen Landstraße eine lückenlose Rehabilitation von Opfern der NS-Justiz auf Basis der Aufhebung von Unrechtsurteilen der NS-Zeit. Dies sollte Deserteure aus Gewissensgründen, Homos-exuelle, Roma und Sinti sowie Opfer von Zwangssterilisation einschließen.

Bezirksrätin Dorothea Maurer: "Es braucht ein NS-Aufhebungsgesetz, das dem aktuellen Stand der Forschung entspricht und Verurteilungen wegen Desertion und anderer Formen der Gehorsams-verweigerung und des soldatischen Widerstands explizit und unmissverständlich aufhebt". Weiters fordert Maurer die rasche Bearbeitung von Anträgen im Rahmen der Opferfürsorge durch die Landes- und Bundesverwaltung (längstens drei Monate) sowie eine offensive Beratung der Antragsteller durch die Behörden über alle mit der Opferfürsorge zusammenhängenden Sozialleistungen. Die Grünen Landstraße setzen sich auch für die Errichtung von Gedenkstätten, Erinnerungsräumen und Denkmäler für die Opfer ein und fordern ein deutliches Bekenntnis der Republik Österreich zur Desertion und anderen Formen der Gehorsamsverweigerung als Widerstand gegen das NS-System.

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