Häupl befürchtet "grauslichen" Wiener Wahlkampf

Wien (OTS) - Auf Nachfrage von Journalisten äußerte sich Wiens Bürgermeister Michael Häupl am Dienstag beim Mediengespräch skeptisch zum erwartbaren Niveau des Wiener Wahlkampfs im kommenden Jahr. Da die FPÖ bereits heute schon eine "grauslichen Wahlkampf" fahre - "Wir haben hingegen unseren Job zu machen!" - sei "noch einiges für das kommende Jahr zu erwarten." Aus dem aktuellen Vorarlberger Wahlergebnis sei nicht allzu viel ableitbar: Auch die Wiener SPÖ müsse versuchen, ihr Wählerpotential auszuschöpfen, wobei im Unterschied zum Ländle der Organisationsgrad der Wiener SPÖ "doch deutlich höher sei."

Zum Thema Integration unterstrich Häupl, dass Wien hier viel unternehme und fügte hinzu: "Ich lasse mir nicht vorwerfen, dass wir Probleme nicht ernst nehmen." In Sachen Polizeimangel in Wien äußerte sich das Stadtoberhaupt skeptisch gegenüber jüngsten Ankündigungen von Seiten der Innenministerin, die für die Bundeshauptstadt 1000 Polizisten in Aussicht gestellt habe. Rechnerisch gehe sich das frühestens bis 2015 aus, setze aber u.a. voraus, dass keiner der in Wien noch in Ausbildung stehenden Polizeischüler seinen Dienst in einem anderen Bundesland antrete. Für kommendes Jahr sei vielmehr mit einer personellen Verschlechterung im Ausmaß von 200 Polizisten für Wien zu rechnen. Häupl ließ mit seinem Vorschlag der "Wachpolizisten" aufhorchen. Nach Berliner Vorbild könne man die derzeitigen Wiener Polizisten, die etwa Botschaften und anderes mehr beschützen, zugunsten von eigens geschulten Wachpolizisten austauschen. Dadurch könnten 200 Polizisten vollwertigen Dienst versehen, was für 2010 zumindest keine Verschlechterung des Gesamtstandes bedeuten würde.

In Sachen Augarten und Wiener Sängerknaben signalisierte Häupl zwar "weiterhin grundsätzliche Gesprächsbereitschaft". Es müsse aber allen Beteiligten klar sei, dass er hier eine eindeutige Meinung habe: "Ich unterstütze das Ausbauprojekt für die Wiener Sängerknaben." (Schluss) hch

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