Ohneberg zu Pensionsdebatte: Ehrlichkeit notwendig

JI-Obmann plädiert für genaue Analyse - Auch Pensionistenvertreter müssten Realität endlich anerkennen - Verdrängung der Fakten hilft nicht

Wien (OTS) - Der Bundesobmann der Jungen Industrie (JI), Mag.
Martin Ohneberg, plädiert im Zusammenhang mit der Debatte um die Forderungen der Pensionistenvertreter nach einer Pensionserhöhung über der Inflationsrate zu mehr Sachlichkeit: "Ein Ausspielen von Jung gegen Alt nützt niemanden. Gerade das Generationenthema Pensionen muss sachlich und mit gegenseitigem Respekt diskutiert werden." Die Junge Industrie sei in diesem Zusammenhang der gleichen Meinung wie Bundeskanzler Werner Faymann, der sich jüngst in einer Rede gegen jede Art der Hetze ausgesprochen hatte. "Als Vertreter der jüngeren Generationen sehen wir viele aktuelle Forderungen im Zusammenhang der Pensionspolitik als mehr als problematisch", so Ohneberg. Doch gelte es den Generationenvertrag zu respektieren und dementsprechend gemeinsam Lösungen zu suchen. "Wir rufen die Pensionistenvertreter zu einer sachlichen und ehrlichen Diskussion auf. Reine und einseitige Klientelpolitik ist nicht im Interesse von Jung und Alt."

Die JI beschäftige sich seit Jahren mit dem Thema der Generationengerechtigkeit. Die JI-Mitglieder werden sich bei der JI-Bundestagung 2009 vom 8. bis zum 10. Oktober in Linz wieder unter dem Generalthema "Parallelwelten" mit der Thematik auseinandersetzen. "Wir stehen für das Prinzip der Nachhaltigkeit: Prinzipiell darf keine Generation auf Kosten der anderen leben", betonte Ohneberg. Die aktuelle Wirtschaft- und Finanzkrise habe ohnehin vorhandene Probleme in Bezug auf die langfristige Finanzierbarkeit des Pensionssystems verschärft. "Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken, wir haben gerade auch den kommenden Generationen gegenüber eine große Verantwortung." Ein gegenseitiges "Anschütten" bringe in dieser Lage jedoch nichts. "Poltern hilft niemandem. Gerade jetzt sollten wir kühlen Kopf bewahren, und zuerst einmal genau analysieren, welche Schritte zur nachhaltigen Absicherung des Pensionssystems denkbar wären", so Ohneberg, der auch die Pensionistenvertreter zu einem klaren Blick auf die Realität aufrief. Aus populistischen Motiven die Wahrheit nicht wahrnehmen zu wollen, wäre unverantwortlich, wie der JI-Obmann unterstrich: "Das Eingeständnis der Pensionistenvertreter, dass eben nicht alles eitel Wonne ist, wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung."

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