Neues Volksblatt: "Nehmer" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 18. September 2009

Linz (OTS) - Der Eine, Oberösterreichs SPÖ-Chef Erich Haider, zieht durchs Land und verspricht allen alles; den Aktiven und den Pensionisten, den Gesunden und den Kranken, Frauen und Männern und so weiter und so fort. Über die Finanzierung macht er sich weniger Sorgen, offensichtlich rechnet er nicht wirklich damit, dass er seine Versprechen halten muss.
Der Andere, SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger, früher Obmann der Oö. Gebietskrankenkasse, sucht Geld für die Sanierung der Krankenkassen und meint, es in den Sparbüchern der Österreicher gefunden zu haben. In einem Zeitungsinterview spricht er von einer Steuer auf Kapitalerträge von bis zu 50 Prozent.
So ist das bei der SPÖ: Auf der einen Seite wird allen alles versprochen, und auf der anderen Seite sucht man nach Wegen, den Leuten ihr sauer verdientes Geld aus den Taschen, in diesem Fall aus den Sparbüchern, zu ziehen.
Aber so war es ja immer: Bevor ein Sozi darüber nachdenkt, wo man sinnvoll sparen kann, denkt er darüber nach, wem man etwas wegnehmen könnte.
Übrigens: Die SPÖ Oberösterreich hätte mit dem Stöger-Plan kein Problem, denn sie hat ihr Geld vor etwaigen Sparbuch-Räubern in einer Privatstiftung in Sicherheit gebracht.

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