SJÖ: Wer Altersarmut will, ist für freiwillige private Vorsorge

Solidarität statt Futterneid: Sozialistische Jugend gratuliert PensionistInnenverband zum 60-jährigen Bestehen

Wien (OTS/SK) - "Überrascht und erheitert" reagierte heute der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), Wolfgang Moitzi, auf die Ausführungen des jungen Liberalen Nikolaus Scherak in der heutigen Ausgabe der "Presse". "Es ist nicht meine Art, jemanden der absichtlichen Lüge zu bezichtigen, aber was in diesem Artikel geschrieben wurde ist entweder absichtliche Irreführung oder entspringt völliger Naivität, wobei mir letzteres lieber wäre", kommentiert Moitzi den Artikel. Die gebetsmühlenartige Wiederholung, dass das Pensionssystem die Jugend belaste, würde nicht richtiger, wenn sie nur oft genug wiederholt werde. "Wenn der politische Wille da ist, für Vollbeschäftigung zu sorgen und das mit Gehältern, von denen die Menschen auch leben können, ist das Pensionssystem für lange, lange Zeit gesichert", erklärt Moitzi. ****

Die neoliberale Politik von JVP und Liberalen ziele aber auf das Gegenteil ab, da mehr Arbeitslose niedrigere Löhne für die Lohnabhängigen bedeuten. Außerdem sei es ihnen egal, ob und wie sich einE AngestellteR im Niedriglohnsektor monatlich auch noch etwas zur Seite legen solle. "Die staatliche Pensionsvorsorge ist einer der wichtigsten Stützpfeiler der sozialen Gerechtigkeit in unserem Land. Wer weiter an ihrer Demontage arbeitet, macht sich zum Totengräber unseres Sozialsystems. Der permanente Futterneid, den gewisse Kräfte schüren wollen, ob zwischen Einheimischen und MigrantInnen oder zwischen jung und alt, erreicht langsam ein unerträgliches Niveau", ärgert sich Moitzi.

Den Zynismus der Forderung, dass die staatliche Vorsorge nur das Existenzminimum abdecken solle, will Moitzi nicht unkommentiert lassen: "Was geht in einem Menschen vor, dass er Personen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, mit einer absoluten Hungerrente abspeisen will?" Solange es solche Egomanie gäbe, sei es doppelt wichtig, betonte Moitzi, "dass die PensionistInnen eine starke Stimme haben und das ist der PVÖ, dem ich an dieser Stelle gleich herzlich zum 60-jährigen Bestehen gratulieren möchte. Üben wir uns in Solidarität und lassen wir keine Nulllohnrunden zu, nicht bei Pensionen und auch sonst nirgendwo!" (Schluss) bg/cv

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