US-Raketenabwehr: Darabos begrüßt Neuentwicklung

Darabos: "Jetzt zeigt sich, dass meine Skepsis berechtigt war"

BMLVS (BMLVS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos, der bereits im Jahr 2007 als einer der wenigen EU-Verteidigungsminister seine kritische Meinung über die Sinnhaftigkeit des von der Bush-Regierung geplanten Raketenabwehrsystems in Europa öffentlich äußerte, begrüßt den Schritt der USA, die Pläne auf Eis zu legen. "Präsident Barack Obama setzt auf Zusammenarbeit und Dialog. Das ist der absolut richtige Weg. Als Europäer freue ich mich, dass dieses sinnlose Raketensystem nicht gebaut wird", so Darabos.

"Ich habe den sicherheitspolitischen Nutzen dieses überflüssigen Raketenschildes immer hinterfragt. Jetzt zeigt sich, dass meine Skepsis berechtigt war", so der Verteidigungsminister. "Wir sollten Probleme nicht mit Konfrontation sondern mit Kooperation lösen. Aufrüstung kann niemals eine Lösung sein."

Nach seiner Kritik an den Aufrüstungsplänen wurde Darabos im August 2007 noch als "Anti-Amerikaner" oder "Kommunist" bezeichnet. Der damalige tschechische Außenminister bezeichnete "die pazifistische Ausrichtung von Darabos als sonderbar".

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Mag. Stefan Hirsch
Pressesprecher des Bundesministers
Tel: 050201-1020145
stefan.hirsch@bmlvs.gv.at
http://www.bundesheer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLA0003