Cerwenka: JunglehrerInnen haben sich unreflektiertes Schlechtmachen nicht verdient

Umstände der Bewerbungen und Absagen umfassend klären

St. Pölten (SPI) - "Keine Berufsgruppe hat sich unreflektiertes Schlechtmachen oder Pauschalverurteilungen verdient. Dies gilt auch für jene jungen Pädagoginnen und Pädagogen, die, aus welchen Gründen auch immer, ihren Dienst in Niederösterreichs Schulen im aktuellen Schuljahr nicht antreten konnten. Zum einen gilt es, die Umstände der Bewerbungen zu klären, welche die Personalvertretung jüngst angeführt hat. Zuerst absagen, dann wenige Tage vor Schulbeginn wieder zusagen - dies spricht nicht für die Managementqualitäten der derzeitigen Führung des NÖ Landesschulrats", hält der Bildungssprecher der NÖ Sozialdemokraten, Klubobmann LAbg. Helmut Cerwenka, mit Kritik an NÖ Landesschulratspräsident Hermann Helm nicht hinter dem Berg. ****

"Ebenso ist es absolut unangemessen, die rund 160 JunglehrerInnen pauschal als unflexibel oder gar als ‚Arbeitsverweigerer’ an den Pranger zu stellen. Diesen jungen Menschen müssen wir ganz ehrlich dankbar sein, dass sie ein Pädagogikstudium auf sich genommen haben, denn wir steuern durch jahrelanges VP-Missmanagement im Bildungsbereich in den nächsten Jahren durch bevorstehende umfangreiche Pensionierungen auf einen eklatanten LehrerInnenmangel zu. Daher gilt für mich die Devise motivieren - und nicht durch unreflektiertes ‚Hinausblasen’ von Schuldzuweisungen die jungen Leute vom Lehrberuf noch mehr abschrecken. Umso wichtiger ist es jetzt, jeden Fall für sich allein zu beurteilen und hier können viele Gründe ans Tageslicht treten, die absolut nichts mit dem von Landesschulratspräsidenten Helm erhobenen Vorwürfen zu tun haben. Die von Helm vielleicht zu leichtfertig und vorschnell ausgesprochene Kritik könnte sich sehr rasch als Zeichen mangelnder Effizienz und Kompetenz des Landesschulratspräsidenten herausstellen. Mir persönlich ist ein Fall bekannt, wo eine Junglehrerin eine Absage erhielt, danach ein anderes vertraglich vereinbartes Arbeitsverhältnis einging - und dann nach der kurzfristigen ‚Wiederzusage’ nun den Vertrag nicht so einfach lösen kann. Nur ein beispielhafter Fall von sicher vielen, wo sich Präs. Helm wirklich fragen sollte, wo die Verantwortung nicht erfolgter Dienstantritte liegt", so Cerwenka.
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