Windbüchler-Souschill: Jugendwohlfahrt vor dem Kollaps

Grüne fordern mehr Mittel und grundlegenden Systemwandel

Wien (OTS) - Tanja Windbüchler-Souschill, Kinder- und Jugendsprecherin der Grünen, erklärt sich solidarisch mit den SozialarbeiterInnen der öffentlichen Jugendwohlfahrt, die am Samstag, 19. September 2009 mit einer Kundgebung in Wien vor dem Kollaps der Jugendwohlfahrt warnen.
"Die Situation ist tatsächlich dramatisch, auch die Volksanwaltschaft stellt im Rahmen ihres Prüfberichts fest, dass in der Jugendwohlfahrt eklatanter Personalmangel herrscht, was dazu führt, dass Familien nicht langfristig betreut werden können und im wesentlichen nur mehr auf Akutfälle reagiert werden kann. Der vorliegende Entwurf des Kinder- und Jugendhilfegesetzes weist ebenso erhebliche Mängel auf", erläutert Windbüchler- Souschill und fordert "die Bereitstellung ausreichend finanzieller und personeller Mittel." Präventionsarbeit muss grundlegend gesetzlich verankert werden. Ziel muss es sein, Familien vor dem Eintreten von dramatischen Krisen zu erreichen. "Das ist nur mit einem grundsätzlichen Systemwandel in der Jugendwohlfahrt möglich. Der vorliegende Gesetzesentwurf muss unter Einbeziehung aller ExpertInnen überarbeitet werden."

Im Sinne des Artikels 19 der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, der besagt, dass der Staat die Pflicht hat, Kinder und Jugendliche vor Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung zu schützen, fordert Windbüchler- Souschill den vorliegenden Gesetzesentwurf zum Kinder- und Jugendhilfegesetz 2009 neu zu verhandeln.

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