ÖAMTC: Überdenken der Pendlerpauschale erforderlich

Club schlägt Einführung einer Mobilitätspauschale vor

Wien (OTS) - "Als einen Tropfen auf dem heißen Stein" bezeichnet ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau die Verlängerung des aktuellen Kilometergeldes und der Pendlerpauschalen über das Jahr 2009 hinaus. "Zwar ist dieser Entschluss generell zu begrüßen, aber vor allem die zunehmend atypischen Beschäftigungsmodelle am Arbeitsmarkt schreien förmlich nach einer Reform der Pendlerpauschale."

In den vergangenen 20 Jahren sind die Fahrtkosten zur Arbeit, ganz gleich ob mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln, um rund 80 Prozent gestiegen. "Der Verkehrsabsetzbetrag ist seit 1988 jedoch unverändert geblieben", kritisiert die ÖAMTC-Expertin. "Aus heutiger Sicht müsste der Verkehrsabsetzbetrag von 291 Euro auf 524 Euro angehoben werden, um Arbeitnehmer zu entlasten und den realen Gegebenheiten zu entsprechen." Vereinfacht dargestellt heißt das, dass automatisch um diesen Betrag weniger Steuern zu bezahlen wären.

Der ÖAMTC fordert daher die ehestmögliche Neustrukturierung der Pendlerpauschale, beispielsweise in Form einer Mobilitätspauschale. Diese eint und modernisiert Pendlerpauschale und Verkehrsabsetzbetrag und macht sie zudem treffsicherer. "Eine Entlastung der Vielfahrer und all jener Personen, die bis jetzt um die Pendlerpauschale umgefallen sind, ist die Folge", erläutert die ÖAMTC-Expertin. Vor allem Frauen und junge Menschen arbeiten immer öfter in atypischen Dienstverhältnissen mit geringen oder flexiblen Arbeitszeiten. "Der Status quo sieht jedoch vor, dass, wer zu wenig verdient, um Steuer zu zahlen, oder unter elf Tagen im Monat arbeitet, gar keine Pendlerpauschale erhält", kritisiert Brandau abschließend.

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