Österreichs Bekleidungsindustrie bisher bester industrieller Krisenbewältiger

Halbjahresziffern liegen vor - Motto: "Mit Qualitätsprodukten durch die Krise"

Wien (OTS/PWK685) - "Die österreichische Bekleidungsindustrie
hat das erste Halbjahr 2009 - unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen - relativ gut bewältigt!" kommentiert Wolfgang Sima, Obmann des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie, die Halbjahresziffern.

Insgesamt war der Umsatz nur um 0,2 % rückläufig, der Beschäftigtenstand verringerte sich um 2,2 %. Die Auftragseingänge sanken um 0,6 %. Komm.Rat Ing. Sima ergänzt, dass der Bereich "Corporate and Protective Wear" von der Wirtschaftsentwicklung überdurchschnittlich betroffen war.

Er verweist darauf, dass andere österreichische Industriezweige Umsatz- und Auftragsrückgänge um bis zu 54 % verzeichnen mussten. Auch die deutsche Bekleidungsindustrie sah sich im ersten Semester 2009 mit Orderverlusten von zirka 30 % konfrontiert.

Im Export ist besonders der russische Markt eingebrochen (1-6/09:-23 %; 23 Mio. Euro). "Bis zu 30 % des russischen Fachhandels wird leider die Krise nicht überleben" befürchtet Dr. Franz J. Pitnik, Geschäftsführer des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie. "Man befindet sich aber noch immer auf dem Exportniveau von 2007 (nach damals 7 Jahren deutlichen Wachstums)" relativiert Dr. Pitnik die russische Marktlage.

Insgesamt sei die österreichische Bekleidungsindustrie nach einem längeren Umstrukturierungsprozess zukunftsorientiert aufgestellt, man setzte auf Qualität und Marken sowie Spezialprodukte, ebenso auf Flexibilität und Liefertreue - so Komm.Rat Ing. Sima. Die Exportquote der Bekleidungsindustrie liegt bei 70 % des Umsatzes.

Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht fordert Branchensprecher Sima eine Übertragung von Steuerlasten von der Realwirtschaft auf die Finanzwirtschaft.

Weiters spricht er sich gegen die von Gewerkschaftsseite angesprochene Erhöhung von Arbeitgeberbeiträgen zur "Abfertigung Neu" aus. Dies wäre beim gegebenen Umfeld nicht vertretbar; der Preisdruck sei hoch und Kundenausfälle zu verkraften. (us)

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