Mailath/Schmidleitner: Neues Comedy-Zentrum für Melting Pot Wien

VINDOBONA Neu - Das Kabarett für "Hiesige" und "Zuagraaste"; Start am 10. Oktober mit Wiens erster "Grätzl-Soap

Wien (OTS) - Ab Oktober lädt das neue VINDOBONA alle "Zuagraasten" ein, am Wallensteinplatz Kabarett zu machen, den eigenen und fremden KünstlerInnen zu lauschen. "Wir wollen dem Melting Pot Wien ein neues Zentrum für Comedy und Unterhaltung geben", erklärte der neue Leiter des VINDOBONA und Simpl-Chef Albert Schmidleitner heute, Donnerstag, beim Mediengespräch anlässlich der Wiedereröffnung der traditionsreichen Kabarettbühne im 20. Bezirk in Wien. Nach einer längeren Umbauphase öffnet das VINDOBONA wieder seine Pforten - unter einer neuen Leitung und mit einem neuen Konzept - und startet am 10. Oktober 2009 sein Programm mit Wiens erster "Grätzl-Soap". Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny freut sich, dass es gelungen ist, diesen wichtigen Ort für eine kulturelle Bespielung zu erhalten:
"Ein erfolgreicher Kabarettbetreiber und Leiter eines professionellen und traditionsreichen Betriebes wie das Simpl wird von diesem Standort aus für neue Akzente sorgen. Neues Kabarett wird Wien zusätzlich beleben", so Mailath.****

VINDO Neu wird weiterer kreativer Hot-Spot in Wien

"Die Stadt Wien war sich stets der Bedeutung des Standortes bewusst, deshalb haben wir uns auch sehr um den Erhalt des VINDOBONA bemüht und intensiv darum gekämpft, dass hier auch in Zukunft eine kulturelle Bespielung garantiert ist", fuhr der Kulturstadtrat fort. Mit einem Angebot, das es bisher in dieser Form in Wien nicht gab:
"Wenn man bedenkt, dass ein Drittel der Wiener Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat, so ist es absolut angebracht, dieser kulturellen Vielfalt auch mit einem entsprechenden kulturellen Angebot Rechnung zu tragen. Das VINDOBONA Neu wird sich fortan auch der Zusammenführung und Präsentation der kulturellen Vielfalt in dieser Stadt widmen", sagte Mailath, der der ersten Saison mit Spannung entgegen sieht: "Ein Blick auf die Programmierung macht mich zuversichtlich, dass das VINDO zu einem weiteren kreativen Hot-Spot in dieser Stadt wird."

Das Kabarett für "Hiesige" und "Zuagraaste"

Wien ist schon lange ein "Schmelztiegel" fremder Kulturen. Aufgrund seiner geografischen Lage im Herzen Europas ist diese Stadt ein Ort, in den "zuagraast" wird. "Wolfgang Teuschl bezeichnet in seinem Wiener Dialektlexikon alle Personen, die nicht in Wien geboren wurden als 'Zuagraaste'. Daran wollen wir uns halten", beschreibt Schmidtleitner sein Konzept. "Zuagraast" ist demnach der nach Wien gezogene Vorarlberger Student ebenso wie der Schauspieler aus Zimbabwe, der türkische Student dritter Generation wie der amerikanische Musicaldarsteller. Im 20. Bezirk ist jeder dritte ein "Zuagraaster". "Gerade sie machen aber dieses Stadtviertel zu einem der lebendigsten von Wien. Vor allem die ethnologische Vielfalt kulinarischer Spezialitäten in diesem Grätzl ist dazu angetan, nicht nur den Kulturschock für die Wiener erträglich zu machen, sondern auch vielfältige Anknüpfungspunkte zu kulturellem Austausch bereitzuhalten", so der neue VINDO-Chef.

"Jägerstraße" - Wiens 1. Grätzl-Soap

Am 10. Oktober startet im VINDOBONA eine Soap mit Geschichten aus dem Leben rund um den Hannovermarkt mit jeder Menge Comedy, Dramen, Romanzen und viel Musik: Es geht um Minderheiten, Großfamilien, Armut, Prostitution, Wettbüros, Drogendealer, rappende Sprayer und Sliwowitz schmuggelnde Automechaniker, perverse Pfarrer und schwarze Heiratsschwindler. Jede Folge wartet mit neuen Specials und Stargästen auf. Für die Besetzung konnte ein bunt gemischtes, multikulturelles Ensemble gewonnen werden. Die DarstellerInnen sind Türkisch, Kurdisch, Serbisch, Japanisch, Philippinisch, Wienerisch und Afrikanisch. Der Erfinder der Grätzl-Soap ist Johannes Glück, Autor des Sozialdramas "Krawutzi Kaputzi! - Strengstes Jugendverbot", der auch Regie führt.

Vom Vorstadtkino zur Vorstadtbühne

Bereits 1919 wird in den Hof des Hauses Wallensteinplatz 6 ein Kino eingebaut mit einem Fassungsraum von 459 Zuschauerplätzen. Es trägt den für ein Vorstadtkino kühnen Namen Vindobona und ist bis 1976 in Betrieb. Zwischen 1978 und 1988 bespielt Erwin Piplits mit seiner Theatergruppe "Pupodrom", ab 1980 in "Serapionstheater" umbenannt, das Vindobona. Im Oktober 1988 eröffnet im Haus am Wallensteinplatz die Kleinkunstbühne "Vindobona", in der Szene bald als "Vindo" beliebt. Es war bis 2006 zweifellos eine der wichtigsten Anlaufstellen der österreichischen Kabarettistenszene. Dort wurde auch einmal jährlich der "Karl", ein österreichischer Kabarettpreis, verliehen. Ende 2006 schließt das Vindobona wegen eines Umbaus, der zunächst nicht fertig gestellt werden kann, seine Pforten. Im August 2008 entschließt sich Albert Schmidleitner, der Betreiber des Kabarett Simpl, den Betrieb zu übernehmen und die Umbauarbeiten abzuschließen. Im Oktober 2009 wird das Kabarett "Vindobona" neu eröffnet. (Schluss) rie

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