SP-Jarolim: Justizministerium setzt Fördergelder in den Sand

Peinliches Schauspiel des Justizministeriums rund um Theaterstück mit Häftlingen muss ein Ende haben

Wien (OTS/SK) - Nach der Kritik am Verbot von Ton- und
Filmaufnahmen bei der Erstaufführung des Theaterstücks "Gerettet" von Edward Bond weist SP-Justizsprecher Hannes Jarolim auf den seltsamen Umgang des Justizministeriums mit Steuergeldern hin: "Nicht nur, dass das Justizministerium anscheinend der mittelalterlichen Ansicht ist, Insassen einer Justizanstalt hätten keine Aussicht auf Resozialisierung, setzt es auch noch 30.000 Euro Steuergelder an Kulturförderung in den Sand." ****

Das Theaterprojekt des Regisseurs Manfred Michalke in der Justizanstalt Gerasdorf unter Mitwirkung von Insassen sollte präventiven und rehabilitativen Zwecken dienen. Auf Grund dessen wurden unter anderem vom Land Niederösterreich 30.000 Euro an Kulturförderung genehmigt: "Durch die Weigerung, die beteiligten Insassen an mehr als einer Aufführung mitwirken zu lassen, hat das Justizministerium sinnlos Geld aus dem Fenster geschmissen", so Jarolim. "Während das Land Niederösterreich weiß, dass ein moderner Strafvollzug sich an wissenschaftlichen Kriterien orientiert, ist das anscheinend noch nicht bis ins Büro der Justizministerin vorgedrungen."

Die einzige genehmigte Aufführung findet heute Abend in der Justizanstalt Gerasdorf unter Teilnahme prominenter österreichischer Kulturschaffender statt. "Es wären sicher noch mehr BesucherInnen gekommen, aber das Justizministerium hat leider nur 30 Karten freigegeben", schließt Jarolim. (Schluss) bg/cv

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