Rektor der Angewandten fordert Haftungsübernahme des Staates für Unternehmen der Kreativwirtschaft

Wien (OTS) - Eine Haftungsübernahme des Staates für Kredite von kleinen und mittleren Unternehmen der Kreativwirtschaft fordert Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien von der Bundesregierung.

Die unvergleichlich hohe Wertschöpfungs- und Innovationskraft der Kreativwirtschaft ist durch In- und Ausländische Studien ausreichend belegt. Kreativbüros in den Bereichen Grafik- und Mediendesign, Modedesign, Produkt- und Landschaftsgestaltung, Architekturbüros, Film- und Musikproduktionsfirmen haben nicht nur eine enorme wirtschaftliche und intellektuelle Innovationskraft sondern in Summe auch ein bedeutendes Potenzial zur Schaffung und Sicherung von zukunftsorientierten Arbeitsplätzen.

Die Politik sollte die Bedeutung von Innovation und Kreativität in der Wirtschaft nicht nur in Sonntagsreden bemühen sondern gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Maßnahmen setzen. Die restriktive Kreditvergabepraxis der Banken trifft kleine und mittlere Betriebe in der kreativwirtschaft ganz besonders hart, weil diese Firmen mit ihren Geschäftsfeldern neue Wege beschreiten, was von den Banken derzeit prinzipiell mit Skepsis beurteilt wird.

Die aktuelle Diskussion einer Haftungsübernahme des Staates für das GM-Werk in Österreich hält Bast für "völlig unverständlich und zynisch" - angesichts der für die Kreativwirtschaft schwierigen Situation und im Hinblick auf deren Bedeutung für die Zukunft unseres Landes.

Von einer sachlichen und zukunftsorientierten Politik würde ich mir erwarten, dass jetzt endlich wirksame Maßnahmen zur Stimulierung und Unterstützung der Klein- und Mittelbetriebe im Interesse des Innovationsstandortes Österreich gesetzt werden - trotz des offensichtlichen Drucks, der von den einschlägigen Lobbyisten wieder einmal ausgeübt wird.

Die Haftungsübernahme des Staates für Kredite von kleinen und mittleren Unternehmen der Kreativwirtschaft wäre eine in diesem Sinne wirksame Maßnahme - ebenso wie die längst überfällige Errichtung eines Österreichischen Kreativwirtschaftszentrums als Innovationsinkubator und Vernetzungsknoten zwischen Wirtschaft, Forschung und kreativer Entwicklung, schließt Bast.

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