ARBÖ: Weitere Kostenabgeltung für Pendler und berufsbedingte Fahrten nötig

Rasche Verlängerung des Kilometergeldes und der Pendlerpauschalen richtig, aber nicht genug, um tatsächliche Kostensteigerungen abzudecken

Wien (OTS) - Eine rasche und unbürokratische Verlängerung des Kilometergeldes und der Pendlerpauschalen über das Jahr 2009 hinaus ist als richtiger und wichtiger Schritt zwar zu begrüßen. Er reicht aber nicht aus, um die eingetretenen Kostensteigerungen abzudecken, stellt der ARBÖ fest. "Um die tatsächlichen Kostensteigerungen rund ums Auto abzudecken, müsste das Kilometergeld 45,3 Cent betragen und nicht nur 42 Cent", rechnet der ARBÖ auf Basis des Autokostenindex der Statistik Austria vom August 2009 vor. Somit ist das aktuelle und künftige Kilometergeld um 3,3 Cent zu niedrig.

Auf keinen Fall haben Kilometergeld und Pendlerpauschalen ausgereicht, um die exorbitante Teuerung im Vorjahr abzufedern, die gerade die Pendler und Pendlerinnen und alle Dienstnehmer besonders hart zu spüren bekommen haben. "Vor einem Jahr hätte das Kilometergeld gar 51 Cent ausmachen müssen um den Teuerungsanstieg auszugleichen", zieht der ARBÖ einen Vergleich.

Pendlerpauschalen sind aber keine Entlastung und damit keine Lösung für all jene 2,7 Millionen Arbeitnehmer, die zuwenig verdienen, um Lohnsteuer zu zahlen, da sie ja nichts haben, von dem man diese Pauschalen abziehen kann. Dieser Gruppe ist mit einer Erhöhung des Pendlerzuschlags zu helfen, mit dem man sich Bares direkt vom Finanzamt zurückholen kann (durch Jahresausgleich) oder durch eine so grundlegende Umwandlung der Pendlerpauschalen, wie sie eigentlich längst geplant war, aber bisher nicht umgesetzt wurde. Überfällig ist auch die Erhöhung des Verkehrsabsetzbetrags, der seit Jahren auf 291 Euro eingefroren ist. Durch dessen Erhöhung bliebe allen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen mehr Netto vom Brutto übrig, völlig unabhängig, mit welchem Verkehrsmittel sie unterwegs sind.

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