Greenpeace-Report: Jobmotor Erneuerbare Energien

Forderung nach funktionierendem Ökostromgesetz für Österreich

Canberra/Wien (OTS) - Eine aktuelle australische
Greenpeace-Studie belegt, dass Investitionen in Erneuerbare Energien bei weitem mehr Arbeitsplätze schaffen als die weitere Finanzierung von Kohle-, Gas- oder Atomkraftwerken.

Gerade im Vergleich zu Kohle werden die positiven Auswirkungen eines Ausbaus von Erneuerbaren Energien sichtbar: Durch zunehmende Rationalisierungen im Bergbau und in den Kraftwerken selbst wird die Kohleindustrie 2030 weltweit nur mehr knapp 1,4 Millionen Menschen beschäftigen - derzeit sind es immerhin noch 4,7 Millionen. Die Erneuerbaren Energien kämen bis 2030 hingegen auf eine Beschäftigtenzahl von 6,9 Millionen Menschen - und würden dabei noch dazu jährlich zehn Milliarden Tonnen CO2-Emissionen einsparen.

Derzeit sind im Sektor der Erneuerbaren Energien europaweit bereits 450.000 Menschen im Einsatz - die gemeinsam einen Umsatz von rund vierzig Milliarden Euro erwirtschaften. Vor allem in Deutschland ist dieser Wirtschaftszweig jetzt schon ein gewaltiger Jobmotor. Sichtbar ist dieser Erfolg unter anderem daran, dass die Windrad-Erzeuger gleich nach den Kfz-Herstellern die größten Kunden der Stahlindustrie sind.

"Ohne die ungebrochene Nachfrage nach Masten für Windturbinen wäre die Stahlindustrie wohl noch um einiges schlechter dagestanden", resümiert Greenpeace-Energieexperte Jurrien Westerhof. "Wir freuen uns daher besonders, dass nun auch die Gewerkschaften das Potenzial beim Klimaschutz und bei den Erneuerbaren Energien erkennen", so Westerhof.

Auch in Österreich erleben einige Bereiche der Erneuerbaren Energien inzwischen einen regelrechten Boom: Sehr erfolgreich sind etwa Betriebe, die Pellets-Kessel oder Solarkollek-toren für die Warmwasserbereitung herstellen. Sie profitieren besonders von einem starken heimischen Markt und einer höchst erfolgreichen Produktentwicklung. Um einiges sperriger gestaltet sich hingegen die Auftragslage für Unternehmen, die Anlagen für Erneuerbare Elektrizität produzieren - und das im Besonderen aufgrund der hierzulande äußerst instabilen Rahmenbedingungen.

"Gäbe es in Österreich ein Ökostromgesetz, das diesen Namen auch verdiente, würden bei uns ebenfalls zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen", weiß Jurrien Westerhof. "Und daher darf die Opposition dem derzeitigen Regierungsvorschlag auf keinen Fall zustimmen - und zwar solange nicht, bis die vorgesehene Deckelung der finanziellen Mittel vom Tisch ist und endlich eine langfristige Stabilität gewährleistet werden kann", so Westerhofs Forderung.

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Attila Cerman, Greenpeace CEE; Tel.: 0664-3435354
DI Jurrien Westerhof, Greenpeace CEE; Tel.: 0664-6126701

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