ReparaturNetzwerk gewinnt Mobilitätspreis 2009 für Wien

Wienerinnen und Wiener sind vielfältig mobil

Wien (OTS) - Am Donnerstag, 17.9.2009, wurde der Gewinner des Mobilitätspreis 2009 für Wien von Verkehrstadtrat Rudi Schicker, ÖBB-Postbus Regionalmanager Alois Ometzberger und VCÖ-Expertin Bettina Urbanek gekürt. Diesjähriger Sieger ist das Transportservice des ReparaturNetzwerks, ein Projekt von "die umweltberatung" und dem "Demontage- und Recycling-Zentrum", das in Zusammenarbeit mit der Wiener Volkshochschulen GmbH durchgeführt wird. Für das Projekt nahm Mario Rieder, Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen, den Preis entgegen.

Das Transportservice ist ein Angebot für die Kundinnen und Kunden des ReparaturNetzwerks Wien. Defekte Gegenstände werden vom Transportservice abgeholt, zu den Reparaturbetrieben transportiert und nach der Reparatur wieder zurückgebracht. Das Service wird bis zu 20 Kilometer außerhalb der Stadtgrenze angeboten.

"Ein interessantes Projekt, das vor allem den Wienerinnen und Wienern zugute kommt, die über kein eigenes Auto verfügen, um sperrige Gegenstände zu transportieren", zeigt sich Stadtrat Schicker vom diesjährigen Sieger angetan. VCÖ-Expertin Bettina Urbanek ergänzt: "Das Transportservice unterstützt damit einen multimodalen und autofreien Lebensstil." Auch ÖBB-Postbus Regionalmanager Alois Ometzberger gratuliert und betont: "Die ÖBB-Postbus GmbH unterstützt heuer bereits zum 5. Mal den VCÖ-Mobilitätspreis Wien. Denn uns ist es ein Anliegen, durch innovative Ideen den Menschen den Umstieg vom Auto hin zum öffentlichen Verkehr zu erleichtern und dadurch zum Klimaschutz beizutragen." Der VCÖ-Mobilitätspreis Wien wurde dieses Jahr zum fünften Mal in Kooperation mit der Stadt Wien, ÖBB-Postbus, dem Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) und den Wiener Linien durchgeführt.

Mobilität in Wien wird vielfältiger

Das Auto verliert innerstädtisch weiter an Bedeutung. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des VCÖ (Verkehrsclub Österreich). "Die Menschen in Wien nutzen andere Formen der Mobilität, sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad mobil", betont VCÖ-Expertin Bettina Urbanek. Die Gesamtzahl der mit privaten Pkw gefahrenen Kilometer in Wien ist seit dem Jahr 2004 um rund 930 Millionen Kilometer auf sieben Milliarden Kilometer gesunken, so die aktuelle VCÖ-Untersuchung. Im Durchschnitt war damit ein Pkw in Wien im Jahr 2008 12.666 Kilometer unterwegs, das sind um rund 1.100 Kilometer weniger als noch im Jahr 2004. Auch die Gesamtzahl der privaten Pkw ist seit dem Jahr 2004 um rund 24.000 auf 552.000 gesunken.

Die individuelle Mobilität der Wienerinnen und Wiener sinkt dadurch nicht, ganz im Gegenteil: Mehr als 604.000 Personen fahren täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Weitere 338.000 nutzen Bus, U-Bahn, Bahn oder Straßenbahn mehrmals pro Woche. Damit sind 65 Prozent der Personen in Wien regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, so die Untersuchung des VCÖ. Rund 194.000 oder 13 Prozent der Wienerinnen und Wiener über 15 Jahre legen ihre Alltagswege täglich oder mehrmals pro Woche mit dem Fahrrad zurück. Die Steigerung des Radverkehrs wird auch an der Zahl der geradelten Kilometer deutlich: Im Jahr 2005 legten die Wienerinnen und Wiener rund 170 Millionen Kilometer auf dem Fahrrad zurück, im Jahr 2008 waren es bereits rund 263 Millionen Kilometer.

Schnittstellen und Bedingungen für Radfahrer verbessern

Auch dem Radfahren kommt in einem multimodalen Verkehrssystem eine immer wichtigere Bedeutung zu. "Gute Abstellanlagen an Bahnhöfen und Haltestellen und eine möglichst durchgehende Möglichkeit zur Fahrradmitnahme erleichtern die Kombination des Fahrrads mit öffentlichen Verkehrsmitteln", betont VCÖ-Expertin Urbanek. Für Radfahrerinnen und Radfahrer geöffnete Einbahnen und mehr Radwege sind weiters wichtige Punkte, um das Rad als Verkehrsmittel für kurze Wege attraktiver zu machen. "Ich bin über die Forderungen des VCÖ höchsterfreut, denn sie decken sich mit den Zielsetzungen unserer Radverkehrspolitik. Mittlerweile haben wir über 200 Kilometer "Radfahren gegen die Einbahn" umgesetzt und setzen die Ausweitung in Zusammenarbeit mit den Bezirken fort. Darüber hinaus errichten wir in diesem Jahr 2.500 neue Abstellplätze für die Wiener Radlerinnen und Radler", schließt Stadtrat Schicker.

Zahlen und Fakten

o VCÖ: Wienerinnen und Wiener sind vielfältig mobil Verkehrsmittelwahl bei den täglichen Wegen (Nutzung täglich bzw. mehrmals pro Woche; Bevölkerung ab 15) Gehen: 82 Prozent (mindestens 250 Meter) Pkw: 48 Prozent Fahrrad: 13 Prozent Öffentlicher Verkehr: 65 Prozent Motorrad, Moped etc.: 2 Prozent Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2009 o VCÖ: Pkw-Kilometer nehmen in Wien stark ab (Summe der Jahreskilometer aller privater Pkw in Wien) Jahr 2008: 7 Milliarden Kilometer Jahr 2006: 7,5 Milliarden Kilometer Jahr 2004: 7,9 Milliarden Kilometer o Die bisherigen Gewinner vom VCÖ-Mobilitätspreis Wien Jahr 2008: Bezirk Landstraße - "Landstraßer Durchgänge" Jahr 2007: Bike-City Wien-Leopoldstadt Jahr 2006: Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) - "compano" Jahr 2005: Landespolizeikommando Wien

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