"profil online": Meinl-Skandal: Gutachter Havranek Opfer eines Hacker-Angriffs

Unbekannte stellten unter seiner Identität "Nazi-Homepage" online - Justiz ermittelt wegen Verstoß gegen NS-Verbotsgesetz

Wien (OTS) - Wien (OTS) - Wie "profil online" exklusiv berichtet, hat die Justiz im Meinl-Skandal nun auch Ermittlungen gegen unbekannte Täter wegen des Verstoßes gegen das NS-Verbotsgesetz und des Datenmissbrauchs aufgenommen. Nach "profil"-Recherchen wurde Thomas Havranek, Steuerberater und noch Meinl-Sachverständiger der Staatsanwaltschaft Wien, Opfer eines Hackerangriffs. Über Havraneks privaten Internet-Account beim Provider UPC/inode wurde eine (mittlerweile gesperrte) Homepage mit NS-Inhalten ins Netz gestellt, darunter Hakenkreuze, Fotografien von Adolf Hitler, Joseph Goebbels, Nazi-Gesänge und Links zu rechtsextremen Gruppierungen in Deutschland. Die Affäre flog überhaupt nur deshalb auf, weil ein "besorgter Bürger" die Staatsanwaltschaften Innsbruck und Wiener Neustadt in zwei gleich lautenden Sachverhaltsdarstellungen über die Existenz der Seite informierte.

Nach vorläufigen Erkenntnissen der Behörden deutet aber alles darauf hin, dass der - anonyme - Anzeiger selbst in die Sache verwickelt ist. Havranek hat nun seinerseits Anzeige wegen der Verleumdung und des Datenmissbrauchs eingebracht. "Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wer dahinter stecken könnte", so der Gutachter gegenüber "profil". Einen direkten Zusammenhang zu seiner Gutachter-Rolle im Meinl-Skandal könne er derzeit jedenfalls "nicht erkennen".

Detaillierte Informationen finden sich auf www.profil.at. (Schluss)

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