Leitner/Hafrank: Mehr Transparenz und Sicherheit bei Bankdienstleistungen!

Bundesregierung ist aufgefordert, für Entlastung der KonsumentInnen zu sorgen - positives Beispiel "Risiko-Ertrags-Ampel"

St. Pölten. (OTS) - Seit die Finanzkrise vor rund einem Jahr Österreich mit voller Wucht traf, sind viele KonsumentInnen von Finanzdienstleistungen verunsichert, die Betroffenen suchen immer öfter die Unterstützung des für Konsumentenschutz zuständigen LHStv. Dr. Sepp Leitner und der ExpertInnen der Arbeiterkammer Niederösterreich. "Der Bankensektor ist noch komplexer geworden - und die Gewinner in dieser Situation sind auf keinen Fall die KonsumentInnen. Denn viele Banken führen immer komplexere Klauseln zu Ungunsten der KundInnen ein", erklärt LHStv. Leitner. Mehr als 5.000 Anrufe und 300 E-Mails zum Thema Finanzdienstleistungen trafen bei den ExpertInnen ein, bestätigt Ernst Hafrank, der Leiter des AK NÖ-Referates für Finanzdienstleistungen. Infolgedessen wurden nicht weniger als 300 Beratungsgespräche mit betroffenen NiederösterreicherInnen geführt.

Kern des Problems war der dramatische Wertverlust vor allem bei fondsgebundenen Lebensversicherungen und Wertpapieren, die als Tilgungsträger für Fremdwährungskredite eingesetzt waren, erklärt Hafrank: "Viele VerbraucherInnen standen plötzlich vor einem finanziellen Scherbenhaufen, weil sie erkennen mussten, dass das System der endfälligen Fremdwährungsfinanzierung nicht aufgehen wird. Darüber hinaus reagierten viele Banken verbraucherfeindlich, indem sie zusätzliche Zinsaufschläge einführten und Zwangskonvertierungen durchführten." Die Bankenwelt teilte sich in der Folge in zwei Lager auf. Einerseits in jene, die bei ihrer uneinsichtigen Vorgehensweise blieben und die Folgen der Finanzmarktkrise rücksichtlos die KreditnehmerInnen ausbaden ließen und lassen. Als Beispiel nannte Hafrank unter anderem auch die Einführung neuer Gebühren: Für die jährliche Jahreskontomitteilung, zu der Banken verpflichtet sind, verlangen manche Institute plötzlich Gebühren von bis zu 12 Euro, für sogenannte Zinsänderungs-Verständigungen ebenso - "in Summe ein schönes Körberlgeld für die Banken!"
Andere Banken erkannten sehr wohl, dass es darum geht, gemeinsam mit ihrer Kundschaft die Krise zu überstehen, um im beiderseitigen Einvernehmen eine Sanierung der notleidenden Kredite in Angriff zu nehmen, so Hafrank.

"Wir müssen unbedingt sofort handeln und jene Banken anprangern, die in den Verträgen Klauseln zu Ungunsten der KonsumentInnen formulieren", fordert LHStv. Leitner Unterstützung für die BezieherInnen von Finanzdienstleistungen - und zeigt auch ein positives Beispiel auf: "Einige Banken wollen bei Veranlagungen eine Risiko- und Ertragsampel machen. Alle Banken sind aufgefordert, hier einen einheitlichen Index zu finden!"

Außerdem fordert Leitner die Bundesregierung auf, sich bei den Geldinstituten für eine Entlastung der KonsumentInnen einzusetzen:
"Mehrere Banken haben im Zuge der weltweiten Finanzkrise staatliche Unterstützung bekommen. Es ist also durchaus legitim, sie zu Regelungen und Maßnahmen zu verpflichten, die für die KonsumentInnen auch Vorteile bringen. BankkundInnen brauchen Sicherheit - jetzt muss gehandelt werden!"

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