Mölzer: EU muss Druck machen für stärkere Regulierung der Finanzmärkte

Aber auf dem G-20-Gipfel wird die EU brav die Vorgaben der USA erfüllen - Auf der Strecke bleiben Europas Völker und Millionen Arbeitslose

Wien (OTS) - Die EU müsse mehr Druck machen, damit es endlich zu einer Regelung der internationalen Finanzmärkte kommt, forderte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, im Hinblick auf den morgigen EU-Sondergipfel, der der Vorbereitung des G-20-Treffens Ende nächster Woche dient. "Auch wenn sich erste Anzeichen für eine Erholung der Wirtschaft zeigen, muss die Regulierung der internationalen Finanzmärkte ein Thema höchster Priorität bleiben. Denn es muss verhindert werden, dass ein weiteres Mal die Profitgier internationaler Spekulanten die Weltwirtschaft in den Abgrund reißt", betonte Mölzer.

Allerdings bezweifelte der freiheitliche EU-Mandatar, dass die EU willens sei, aus der Finanz- und Wirtschaftskrise die richtigen Lehren zu ziehen: "Ein Jahr nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers ist das Brüsseler Polit-Establishment mucksmäuschenstill geworden. Die vollmundigen Ankündigungen, die vor Monaten zu hören waren, was denn alles verändert werden müsse, scheinen in Vergessenheit geraten zu sein. Und auf dem G-20-Treffen wird die EU wohl brav die Vorgaben der USA erfüllen", meinte Mölzer.

Daher sei zu befürchten, so Mölzer, dass die Europäische Union auch weiterhin den Interessen der Globalisierung nach US-amerikanischem Vorbild sowie der internationalen Hochfinanz dienen werde. "Und auf der Strecke bleiben Millionen Europäer, die arbeitslos geworden sind oder um ihren Arbeitsplatz bangen sowie die Völker Europas, die schutzlos der von multinationalen Konzernen geforderten Nivellierung ausgesetzt sind", schloss der freiheitliche Europa-Abgeordnete.

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