Seeber zu Barroso: Umweltschutz ist Wirtschaftspolitik

Industrie darf nicht aus Europa hinaus gedrängt werden

Straßburg, 16. September 2009 (OTS-PD) "Mit der Wiederwahl von José Manuel Barroso an die Spitze der nächsten EU-Kommission haben wir auf das richtige europäische Zugpferd gesetzt. Die Wirtschaftskrise bringt auch gerade in der Umwelt- und Klimapolitik große Herausforderungen für Europa. Barrosos Vorschlag der Einsetzung eines eigenen Klima-Kommissars ist richtig. Wir müssen aber gleichzeitig auch auf die Bedürfnisse der europäischen Bürger, der Wirtschaft und Industrie Rücksicht nehmen und eine sinnvolle Balance finden. Ohne die Bürger und die Wirtschaft kann es keinen funktionierenden Klimaschutz geben", forderte heute der Umweltsprecher der größten Fraktion des Europaparlaments, Dr. Richard Seeber. "Europa unter eine Glashaube zu stellen oder wie manche Politiker eine De-Industrialisierung zu forcieren, bringt Europa nichts. Im Gegenteil: Umweltschutz ist Wirtschaftspolitik. Ein aktiver Klimaschutz kann gerade in der europäischen Wirtschaft neue und langfristig sichere Arbeitsplätze schaffen. Ein falsch verstandener und schlecht gemachter Klimaschutz würde aber die Industrie aus Europa hinausdrängen. Das darf nicht passieren", so Seeber weiter. ****

Der ÖVP-Europaparlamentarier forderte Barroso im Namen der EVP-Fraktion auf, bei der bevorstehenden Klimakonferenz in Kopenhagen gemeinsam mit der Ratspräsidentschaft und dem Europaparlament für eine geschlossene europäische Position zu sorgen. "Kopenhagen wird wohl noch durch die 'alte' Kommission vorbereitet werden. Barroso muss dennoch schon 'neu' denken und handeln. Wir brauchen ein weltweit verbindliches Abkommen mit klaren Zielvorgaben, ein Abkommen, das die Umwelt gleichermaßen wie die Arbeitsplätze und unsere Unternehmen in Europa schützt", so Seeber abschließend.

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