FP-Ebinger: Gerichtsmedizin befindet sich in einem katastrophalen Zustand

Ärztekammer und Polizei bestätigen Kritik der FPÖ

Wien, 16.09.09 (fpd) - Seit mehr als eineinhalb Jahren macht die FPÖ auf das Problem der Wiener Gerichtsmedizin aufmerksam - nun wird diese Kritik auch noch von Polizei und Ärztekammer bestätigt - nur die Stadt Wien schweigt wieder einmal beharrlich in dieser Angelegenheit und tut so als ob es im Bereich der Gerichtsmedizin absolut keine Ungereimtheiten gäbe, so heute der Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Mag. Gerald Ebinger.

Wenn man Obduktionen als "Qualitätssicherung der Medizin über den Tod hinaus" begreift, wird man auch von der mittlerweile üblichen Vorgangsweise, Tote von einem Spital zum Nächsten auf "Reisen" zu schicken beziehungsweise die eine oder andere Obduktion gänzlich zu unterlassen, Abstand nehmen müssen. Auch die beunruhigende Zunahme von Obduktionen, die privat finanziert und in Auftrag gegeben werden, lassen den sanitätspolizeilichen Notstand sowie die berechtigte Sorge der Bevölkerung, ob Fremdeinflüsse bei Todesfällen immer (noch) entdeckt werden, klar erkennen.

Die Gerichtsmedizin - so wie sie derzeit besteht - befindet sich in einem katastrophalen Zustand. Sanitätsbehördliche Obduktionen wurden von der Stadt Wien abgezogen. Das bedeutet, dass weniger Kriminalfälle aufgedeckt werden können. Dazu kommt, dass die Obduktionen zum Teil in Containern am Wiener Zentralfriedhof stattfinden. Alles in allem handelt es sich dabei um eine unbefriedigende Lösung. "Wir fordern Stadträtin Wehsely daher abermals auf, mit dem Bund eine rasche Einigung zu finden. Das Weiterwurschteln mit viel zu teuren Zwischenlösungen muss endlich ein Ende haben", so Ebinger abschließend.(Schluss)paw

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