WKÖ-Hochhauser: Einkommensabhängiges Kindergeld ist Impuls für höhere Frauenbeschäftigung und Väterkarenz

Mehr Flexibilität bei Zuverdienstgrenze hilft besser qualifizierten Frauen und Unternehmerinnen - FLAF-Leistungen in puncto Treffsicherheit unter die Lupe nehmen

Wien (OTS/PWK678) - Die Neuregelung des Kinderbetreuungsgeldes
mit der Einführung einer neuen einkommensabhängigen Variante und mehr Flexibilität bei der Zuverdienstgrenze wird von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) begrüßt: "Das neue einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld ist ein Impuls für eine höhere Frauenbeschäftigungsquote und es ist ein Anreiz für Männer, ebenfalls eine Zeit lang in Karenz zu gehen", betont WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser. "Solche konkreten Schritte zur Verbesserung der Rahmenbedingungen, zu denen auch noch ein weiterer Ausbau der Kinderbetreuungsangebote gehört, sind es, die Frauen beim Vordringen in die Führungsetagen benötigen, nicht gesetzliche Zwangsvorschriften."

Positiv sei auch die nunmehr vorgesehene Wahlmöglichkeit zwischen einer Zuverdienstgrenze von 16.200 Euro oder einer Einkommensgrenze von 60 % des Vorjahres ("relative Zuverdienstgrenze"). Diese Lösung kann gleichermaßen von Selbständigen wie von Unselbständigen in Anspruch genommen werden. "Damit tun sich insbesondere besser qualifizierte Frauen und Unternehmerinnen leichter, rasch wieder in den Job einzusteigen oder gar nicht erst auszusteigen, ohne den Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld zu verlieren", sagt Hochhauser.

Zugleich dürfe freilich nicht übersehen werden, dass die jetzige Flexibilisierung bei der Zuverdienstgrenze einen weiteren finanziellen Mehraufwand für den ohnehin schwer defizitären Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) bedeutet. Angesichts der jährlich steigenden FLAF-Aufwendungen sei es aus Gründen der Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit dringend notwendig, die Leistungen des FLAF hinsichtlich ihrer Treffsicherheit unter die Lupe zu nehmen.

"Leistungen, die für die Betroffenen nicht sichtbar sind, sollten umgeschichtet werden", so Hochhauser. So wären Leistungen, die die Entscheidung für ein Kind maßgebend beeinflussen auszubauen. "Das gilt etwa in Bezug auf das Wochengeld für Unternehmerinnen, das verglichen mit den Beträgen für unselbständig Beschäftigte in der jetzigen Form viel zu niedrig und damit nicht fair ist", so die WKÖ-Generalsekretärin abschließend. (SR)

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