FCG-Gosch: Ab Jänner 4 Cent weniger pro Kilometer?

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind die "Draufzahler"

Graz (FCG) - AK-Vizepräsident Franz Gosch ruft in Erinnerung, dass schon in etwas mehr als drei Monaten das amtliche Kilometergeld wieder gekürzt wird: "Die Zeit drängt, sonst haben wir wieder das "Kilometergeld alt" mit 38 Cent pro Kilometer." Bei der letzten Anhebung des amtlichen Kilometergeldes mit Juli 2008 handelte es sich nur um eine befristete Erhöhung. Das damals im Nationalrat festgesetzte Kilometergeld von 0,42 Euro wird mit 31.12.2009 auslaufen.

"Wenn die Politik tatenlos zusieht, droht einen Rückfall des Kilometergeldes auf das alte Niveau", sagt Christgewerkschafter Gosch. Durch den reduzierten Kilometergeldsatz drohen die finanziellen Belastungen der betroffenen ArbeitnehmerInnen zusätzlich zu steigen.

Anscheinend wurde aufgrund der Erstellung verschiedenster Krisenbewältigungs-Strategien der Regierung auf offene Punkte, die vor allem Arbeitnehmerinnen betrifft, einfach vergessen. "Eine ausreichende Entschädigung der Dienstkilometer ist unbedingt notwendig und sollte ohne wenn und aber in das Herbstarbeitsprogramm der Regierung aufgenommen werden", fordert Gosch.

Der jetzige Wert von EUR 0,42 pro Kilometer ist anhand des Faktums, dass der Spritpreis an heimischen Zapfsäulen weit über EU-Durchschnitt liegt ohnedies unzureichend. Die steirischen Christgewerkschafterinnen und Christgewerkschafter fordern daher eine Anhebung auf 45 Cent pro Kilometer. Dieser Betrag wäre laut ÖAMTC-Index bereits 2005 notwendig gewesen. "Wir werden Gespräche mit dem Finanzminister führen. Im Fall einer Kürzung stehen jedenfalls Kampfmaßnahmen auf den Programm" sagt Franz Gosch.

Die laufende Index-Anpassung des Kilometergeldes ist ein Teil eines Gesamtpakets, das zur Abfederung der finanziellen Belastung als Ergebnis angestrebt und umgesetzt werden muss. Auch die Pendlerpauschale und der Pendlerzuschlag wurden nur befristet verbessert und laufen mit Ende des Jahres aus. "Auch hier muss es eine längerfristige Lösung geben", fordert Gosch abschließend.

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Steirische Christgewerkschafter
AK-Vpräs. Franz Gosch
Tel.: 0676/817 114 227

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