GPA-djp-Magazin KOMPETENZ: Sondernummer über Ausgliederungen und Arbeitsbedingungen im österreichischen Journalismus

Journalistengewerkschaft in der GPA-djp wehrt sich gegen Verschlechterungen der Arbeitsstandards

Wien (GPA-djp/ÖGB)) - In einer weiteren Sondernummer des Mitgliedermagazins "KOMPETENZ" der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) prangert die zuständige Journalistengewerkschaft nicht nur die zunehmenden Verschlechterungen journalistischer Arbeitsbedingungen, die zu einer Gefährdung der Medienfreiheit werden an, sondern nimmt vor allem die so genannte "Kollektivvertragsflucht" ins Visier. ++++

Diese Kollektivvertragsflucht durch Ausgliederungen von JournalistInnen in "kleinere", eigene Unternehmenseinheiten, die nicht zuletzt mit "Unterstützung" der Wirtschaftskammer einem anderen Kollektivvertrag (z.B. IT-Dienstleistungen, Gewerbe, Werbung) unterliegen, steht im Zentrum dieser Sondernummer, in einem Interview mit dem Arbeitsrechtexperten Günther Löschnigg über die Rechte der ArbeitnehmerInnen bei solchen Ausgliederungen.

Weiters werden die zunehmenden Versuche zur Aushöhlung arbeitsrechtlicher Standards, die mangelhaften gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Probleme im Online-Bereich, im ORF, bei Gratismedien und beim Journalismus in den Zeiten des Web 2.0 beschrieben und analysiert. Es wird deutlich gemacht, dass Ängste die denkbar schlechtesten Rahmenbedingungen für unabhängigen Journalismus sind und die österreichischen JournalistInnen bereit sind um ihre Rechte zu kämpfen.

Die sich daraus ergebenden gewerkschaftlichen Forderungen sind u. a. einheitliche kollektivvertragliche Rahmenregelungen für alle Medienbetriebe, eine wirklich funktionierende Medienbehörde und Gesetze, die die Vergabe von Förderungsmitteln an das Vorhandensein von arbeitsrechtlichen Mindeststandards und Redaktionsstatuten knüpfen.

"Wie die Medieneigentümer selbst die notwendigen Rahmenbedingungen und die bestehenden Rechte der JournalistInnen in Frage stellen, ist unvernünftig und unsozial. Das werden BetriebsrätInnen und die Gewerkschaft sicher mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu bekämpfen wissen", sagt der Vorsitzende der GPA-djp, Wolfgang Katzian.

Exemplare der KOMPETENZ-"Sonderausgabe Journalismus-JournalistInnen wehren sich" werden auch morgen den TeilnehmerInnen bei der Medienenquete im Parlament zur Verfügung stehen. Die Sondernummer gibt’s auch als Download im Internet: www.gpa-djp.at bzw. www.journalistengewerkschaft.at

ÖGB, 16.September 2009 Nr.528

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