FA-Reinold: Auch Wiener Linien haben Mitarbeiter bespitzelt!

Bis heute keine Konsequenzen im Spitzelskandal

Wien, 16-09-09 (OTS) - Laut NEWS soll die ÖBB Mitarbeiter im Krankenstand bespitzelt haben. Das ist skandalöser Weise auch bei den Wiener Linien passiert, erinnert sich der Vorsitzende der Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) Wiener Linien Wolfgang Reinold und fordert erneut volle Aufklärung durch die Geschäftsführung.

DDR-Stasi hätte ihre helle Freude

Als diese Bespitzelungen ans Tageslicht gekommen sind, wurde von Seite der FA eine Anfrage mit 13 Punkten an die Geschäftsleitung gestellt. Nicht nur, dass diese Anfrage erst nach drei Monaten beantwortet wurde, so ist die Antwort mehr als dürftig. So heißt es etwa in einem kurzen Statement, dass diese Vorgangsweise in vielen österreichischen Unternehmen üblich sei, wenn der Verdacht auf Krankenstandsmissbrauch vorliegt. Rechtlich gesehen sei auch der Einsatz von Privatdetektiven unbedenklich, wundert sich Reinold über die Praktiken, die an unselige Stasi-Zeiten in der DDR erinnern.

Nicht eingegangen wurde unter anderem auf die Fragen der FA, wie viele Mitarbeiter von Privatdetektiven bespitzelt wurden, welche Detekteien beauftragt wurden, wie hoch die Kosten waren, von welcher Abteilung die Aufträge an private Detekteien vergeben wurden u.s.w., führt Reinold weiter aus.

FSG auf Seiten der Geschäftsführung

Das auch von Seiten des Direktionsarztes Krankenakte an die Personalabteilung weitergegeben wurden schlägt dem Fass dem Boden aus! Entsetzt zeigt sich Reinold auch, dass die Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter (FSG) die dürftige Anfragebeantwortung einfach hinnimmt und die Positionen der Geschäftsleitung übernimmt.

Zwar gibt es ein Schreiben der FSG, dass die Wiener Linien nun keine privaten Detektive mehr einsetzen sollen, dieses dürfte jedoch reine Augenauswischerei sein. "Die Kunde hör´ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube", kommentiert Reinold die unterwürfige Grundhaltung der roten Gewerkschafter.

FA wird rechtlichen Mittel gegen Spitzelunwesen ausschöpfen

Die FA spricht sich deutlich gegen Krankenstandsmissbrauch aus, die Kontrollen stehen jedoch ausschließlich der zuständigen Krankenkassa zu. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen nach Lust und Laune und nur auf Grund dürftiger Vermutungen um Unsummen Detektive engagiert und untadelige Mitarbeiter ausspionieren lässt. Der Skandal wird von der FA rechtlich jedenfalls bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet werden, kündigt Reinold an. (Schluss)am

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