Grillitsch will für Nahrungsmittel österreichische Job-Relevanz im Regal sichtbar machen

Gespräche mit Rewe, Spar & Hofer angekündigt

Wien, 12. September 2009 (OTS) Aktuell steckt die Milchwirtschaft in der schlimmsten Krise seit dem EU-Beitritt. Verunsicherte und radikalisierte Milchbauern, vor allem in Frankreich und Deutschland, drohen gegenüber Handelsketten und Molkereien mit Lieferboykotten. „Keine Lösung für die österreichischen Bauern und somit kein gangbarer Weg für uns“, stellt Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch klar. „Wir dürfen doch in dieser Situation nicht die eigenen Molkereien schädigen“, sagt Grillitsch. „Wenn wir nicht liefern, dann zwingen wir die Ketten zum Import ausländischer Produkte.“ ****

„Wir verstehen, dass die österreichischen Bauern aufgrund der existenziell bedrohlichen Situation aufgewühlt sind. Aktionismus, Lieferstopp und Boykotte bis hin zur Vernichtung wertvoller Lebensmittelrohstoffe sind immer ein Ausdruck höchster Verzweiflung“, versteht der Bauernbund-Präsident die Reaktion der Bauern auf die existenziell bedrohliche Marktlage. Aber die IG
Milch müsse sich die Frage gefallen lassen, wem mit solchen Maßnahmen gedient sei? In einer Zeit, wo die Verlässlichkeit gegenüber den Vertriebspartnern und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln für den Konsumenten ausschlaggebend sind, verschaffen solche Aktionen zwar öffentliche Aufmerksamkeit, helfen den Milchbauern mittel- und langfristig aber nicht. Der Bauernbund vertritt 47.000 österreichische Milchbauern. „Die IG Milch vertritt hingegen nur eine kleine Minderheit der Milchbauern“, hält Grillitsch fest.

Deshalb setzen der Österreichische Bauernbund und sein Präsident Fritz Grillitsch auf eine großangelegte Solidaritätsbewegung von Bauern, Konsumenten und Händlern für den Wirtschaftsstandort Österreich. „Wie von einem Barometer soll der Konsument beispielsweise von Milch oder Fleisch ablesen können wie hoch die österreichische Jobrelevanz des Erzeugnisses ist.“ Das heißt: Lebensmittel, die in Österreich erzeugt werden, hätten demnach den höchsten Job-Index. Wissen wir doch, dass über die österreichische Landwirtschaft rund 550.000 Arbeitsplätze gesichert werden. Grillitsch kündigt für kommende Woche Gespräche mit Lebensmittelketten an. „Wir werden mit Spar, Rewe und Hofer reden. Denn die zentrale Fragestellung für den österreichischen Bauern und den österreichischen Konsumenten ist dieselbe: „Wie erhalte ich langfristig meine Wertschöpfung, meine Lebensgrundlage und meine Arbeitsplatz?“

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