GMTN-Wimmer: "Stehen für Nulllohnrunde nicht zur Verfügung"

Landeskonferenz von GMTN und GdC Burgenland vor Gründung der Produktionsgewerkschaft pro.ge

Oberschützen (GMTN/GdC/ÖGB) - "Die spürbare Begeisterung in allen neun Bundesländern lässt keinen Zweifel aufkommen, dass die pro.ge eine starke und erfolgreiche Gewerkschaft sein wird", erklärte Rainer Wimmer, gf. Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN), bei der Landeskonferenz Burgenland von GMTN und der Gewerkschaft der Chemiearbeiter (GdC). Mit der Konferenz in Oberschützen wurde am 12. September die Reihe der Landeskonferenzen im Vorfeld des Gründungsgewerkschaftstages der pro.ge abgeschlossen++++

Die pro.ge wird ab November 2009 rund 250.000 Mitglieder vertreten. "Gerade die jetzige Situation beweist die Notwendigkeit von starken Gewerkschaften", betonte Wimmer. "Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben die Krise nicht verursacht, aber sie müssen die Schäden daraus bewältigen. Wir können nicht zulassen, dass es jetzt so weitergeht wie bisher", forderte der gf. Bundesvorsitzende eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte.

"Eine Nulllohnrunde wird es mit uns nicht geben", stellte Wimmer in Hinblick auf die anstehende Herbstlohnrunde fest. "Der Konsum ist die letzte verbliebene Stütze der Konjunktur. Nachhaltige Lohnerhöhungen sind daher gerade jetzt nötig", erläuterte der gf. GMTN-Vorsitzende. "Lohnverzicht und Nulllohnrunden sichern keine Arbeitsplätze, sie führen nur zu langfristigen Einbußen für die Arbeitnehmerinnnen und Arbeitnehmer."

"Trotz Krise wurden in Österreich auch in den vergangenen Monaten laufend Lohnverhandlungen geführt und Abschlüsse erzielt", erinnerte ÖGB-Präsident Erich Foglar in seiner Begrüßungsrede. Das sei im internationalen Vergleich so gut wie einmalig. "Wer soll das zustande bringen, wenn nicht der ÖGB und seine starken Gewerkschaften", betonte Foglar. "Nur die Gewerkschaften können soziale Gerechtigkeit vorantreiben und die pro.ge wird als starker Pfeiler des ÖGB besonders dazu beitragen", sagte Foglar.

Auf erfolgreiche Kollektivertragsverhandlungen verwies der GMTN-Landesvorsitzende Kurt Genser in seinem Bericht. So konnten im Burgenland für die ArbeitnehmerInnen in bäuerlichen Betrieben ein Lohnzuwachs von monatlich 151,86 Euro erreicht werden - eine Erhöhung um 17,83 Prozent. Für langjährig beschäftigte Hilfskräfte im Konditorgewerbe konnte eine eigene Lohngruppe geschaffen werden. Die betroffenen ArbeitnehmerInnen erhalten nun neben der KV-Erhöhung 486,- Euro mehr Jahreseinkommen.

Neues Landespräsidium gewählt

Auf der gemeinsamen Landeskonferenz wählten die Delegierten Kurt Genser zum neuen Landesvorsitzenden. Zu seinen StellvertreterInnen wurden Wolfgang Jerusalem, Hermine Supper-Schlögl, Manfred Fink, Elfriede Pomper, Helga Supper und Philipp Kappel gewählt. Die neu gewählten FunktionärInnen sind ab dem Gründungskongress der pro.ge im November 2009 im Amt.

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