Unterstützung aus Wien gegen Armut

Wiener Gebrauchtfahrräder leisten in einem rumänischen Dorf einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätssteigerung und Armutsbekämpfung

Wien (OTS) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Justizministerin Claudia Bandion-Ortner und Verkehrsstadtrat Rudi Schicker, sowie Vertreter der Magistratsdirektion - Auslandsbeziehungen Stadt Wien und des Vereins Neustart übergaben heute 50 Fahrräder an Andrea Andras, Vertreterin der rumänischen Botschaft in Österreich und an Barbara Schoefnagel, Sozialattachee an der österreichischen Botschaft in Bukarest. Die Fahrräder werden im Rahmen eines von der Stadt Wien geförderten Projekts in Stejarisu in Siebenbürgen eingesetzt. Die BewohnerInnen von Stejarisu (dt. Probstdorf) leben in großer Armut und verfügten bisher über keine Transportmittel, um wichtige Erledigungen beim Arzt, in der Apotheke oder bei Behörden durchzuführen. Nur zu Fuß können Einkäufe in der 7 km entfernten Kleinstadt erledigt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass in dieser von Arbeitslosigkeit stark betroffenen Region, auch Ausbildungs- und Arbeitsangebote nur schwer ohne eigenes Fahrzeug angenommen werden können. Mit den nun aus der Aktion "Rad-Ökoprämie" zur Verfügung gestellten 50 Fahrrädern, können gerade junge Menschen durch die gewonnene Mobilität neue Hoffnung schöpfen und ihre Arbeitsplätze auch über größere Distanzen pünktlich erreichen.

Wiener Auslandshilfe kommt an

Seit 2007 läuft ein von der Sozialabteilung der österreichischen Botschaft in Bukarest initiiertes Bildungs- und Arbeitsprojekt. Dank der Hilfe aus Wien wurde die Schulausbildung und die Berufsvorbereitung für junge DorfbewohnerInnen verbessert sowie neue Arbeitsmöglichkeiten geschaffen. Die Gemeinde Wien unterstützte im Vorjahr dieses Projekt durch die Finanzierung der Nachmittagsschule, um den Kindern, die zu 85% der Volksgruppe der Roma angehören, einen Förderunterricht zukommen zu lassen.

Ein Dorf baut auf

Im Mittelpunkt der praktischen Berufsvorbereitung und der Schaffung von Arbeitsplätzen stehen beim Projekt auch Bauvorhaben zur nachhaltigen Sanierung der Dorfinfrastruktur und die Renovierung der historischen Bausubstanz. Auf diese Weise können Arbeitslosen neue Chancen als Maurer, Zimmerer, Installateur, Elektriker oder Dachdecker eröffnet werden. In Lehrwerkstätten wie der Blumenbinderei und Näherei erhalten auch Frauen eine Berufsausbildung.

Wien macht's möglich

Ermöglicht wurde dies durch Stadtrat Rudi Schicker. Der Verkehrsstadtrat führt seit August 2009 gemeinsam mit dem ARBÖ-Wien die Aktion "Rad-Ökoprämie 2009" durch. Dabei werden gebrauchte, fahrtaugliche Fahrräder vom ARBÖ übernommen und für ein neu erworbenes Rad 70 Euro gegen Vorlage einer Rechnung als Prämie ausbezahlt. Damit soll ein Impuls zum Umstieg auf das Rad als Alltagsverkehrsmittel gesetzt werden bzw. ein Beitrag zur Hebung der Verkehrssicherheit geleistet werden. Die retournierten Fahrräder werden in der Folge vom Verein Neustart, der sich um die Resozialisierung von Haftentlassenen kümmert, sicherheitstechnisch überholt und können danach wieder im Straßenverkehr genutzt werden. Der Transport nach Rumänien erfolgt übrigens kostenlos durch Rail Cargo Austria.

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Mag. Bernhard Bouzek
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