Grüne Wien kritisieren: Papamonat kommt trotz gegenteiliger Versprechen nicht

Vana: "Das ist eine herbe Enttäuschung für Väter"

Wien (OTS) - "Es ist mehr als enttäuschend, dass der Papamonat trotz gegen-teiliger Ankündigungen der Wiener SPÖ nun doch nicht kommt", kritisiert Monika Vana, Stadträtin und Frauensprecherin der Wiener Grünen, die Ablehung des Antrags der Grünen im heutigen Gemeinderatsausschuss. "Statt in Wien - der öffentliche Dienst ist immerhin größter Arbeitgeber in Wien - Vorreiterin zu sein, schiebt die SPÖ die Umsetzung weiter auf den Bund. Das ist ein Begräbnis erster Klasse."

Dass das Warten auf eine bundesweite Regelung aussichtslos ist, zeigt die Tatsache, dass im Bund noch nicht einmal die notwendigen Finanzmittel bereitgestellt sind. Am Beginn der Diskussionen um das einkommensabhängige Karenzgeld war das Papamonat noch Gegenstand der Verhandlungen, jetzt ist davon keine Rede mehr. "Die Förderung der Väterbeteiligung ist auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben", so Vana.

In der Stadt Wien sind rund 75.000 MitarbeiterInnen beschäftigt. Lediglich 1% der Personen in Elternkarenz sind männlich. Die Zahl der Männer in Elternkarenz ist von 2007 zu 2008 sogar von 31 auf 19 laut Gleichbehandlungsbericht gesunken. Im Jahr 2008 standen 19 Männern 1520 Frauen in Elternkarenz gegenüber. "Die verschwindend geringe Elternkarenzquote der Männer zeigt, dass es großen Handlungsbedarf gibt. Die Förderung der Väterbeteiligung ist für die Wiener SPÖ kein Thema. Das ist eine Herbe Enttäuschung für Väter", so Vana abschließend.

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