Brunner zu Mochovce: Kanzler Faymann muss umgehend reagieren

Inakzeptables Vorgehen des slowakischen Betreibers

Wien (OTS) - "Die Betreiber des slowakischen Atomkraftwerks
Mochovce versuchen offenbar mit allen Mitteln den Fertigbau des Risko-AKW durchzuziehen. Eine ernsthafte, auch grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung soll offenbar verhindert werden, obwohl diese gesetzlich und nach EU-Standards vorgeschrieben ist", kritisiert Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen. "Es kann nicht sein, dass die AKW-Betreiber die Sorgen der Menschen in der Slowakei und in Österreich einfach ignorieren und das gefährliche Atomprojekt über die Köpfe der betroffenen BürgerInnen durchziehen. Diese Vorgangsweise ist völlig inakzeptabel", sagt Brunner.
Die Grünen fordern von Bundeskanzler Faymann eine umgehende Reaktion. "Faymann muss offiziell klarstellen, dass Österreich auf einer seriösen und umfassenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) besteht, dazu zählen offene Hearings in der Slowakei und selbstverständlich auch in Wien", appelliert Brunner. "Die Projektbetreiber wollen die UVP vor allem aus einem Grund umgehen: sie wissen, dass das AKW Mochovce massive Sicherheitsmängel aufweist, die vertuscht werden sollen. Eine UVP nach EU-Standards würde das Aus des Projekts bedeuten und das wäre gut so", erläutert Brunner. Die in den 80er Jahren begonnen Blöcke 3 und 4 des AKW Mochovce verfügen über keine Schutzhülle, im Falle eines schweren Unfalls oder eines Terroranschlags drohen riesige Mengen an Radioaktivität freigesetzt zu werden - mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung in der Slowakei und in Ostösterreich.

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