ÖVP-Hoch: Beim Hauptbahnhof droht verkehrstechnischer Schildbürgerstreich

Geplate U2-Verlängerung führt haarscharf am Hauptbahnhof vorbei

Wien (OTS) - "Bei einer gestern stattgefundene Bürgerveranstaltung zur Verkehrsanbindung des Hauptbahnhofes haben die Bürger den Planungsverantwortlichen für den Wiener Hauptbahnhof den klaren Auftrag erteilt, in der Frage der hochrangigen Verkehrsanbindung des im Bau befindlichen Hauptbahnhofs die Blockadepolitik zu beenden, und in Folge endlich den Startschuss für eine zweite U-Bahnanbindung zu geben", fasst ÖVP Wien Planungssprecher Alfred Hoch das Ergebnis der Veranstaltung zusammen.

Das erwartete Passagieraufkommen - an die 145.000 Passagiere pro Tag statt der derzeit 40.000 - am neuen Hauptbahnhof, aber auch die Errichtung von 5.000 neuen Wohnungen auf dem Areal führt zum logischen Schluss, dass die verkehrstechnische Erschließung des neu entstehenden Stadtteils unter anderem eines weiteren U-Bahnanschlusses bedarf. "Einfach die Anrainerinnen und Anrainer in und um den neuen Hauptbahnhof ihrem verkehrspolitischen Schicksal zu überlassen, ist politisch der falsche Weg", so Hoch. Noch dazu angesichts der Tatsache, dass mit der geplanten Verlängerung der U2 und bereits vorhandener Trassenbestandteile für eine Verlängerung der U6 zum Hauptbahnhof die Besten Grundvorsetzungen vorhanden sind.

Umfassendes Verkehrskonzept gefordert

Die Stadtregierung ist nun aufgefordert, rasch ein umfassendes Verkehrskonzept vorzulegen, um die berechtigten Befürchtungen der Anrainerinnen und Anrainer wegen der zu erwartenden zusätzlichen Verkehrsströme zu zerstreuen. "Es ist unverständlich und ein verkehrstechnischer Schildbürgerstreich eine geplante Verlängerung der U2 haarscharf am Hauptbahnhof vorbeizuführen und sich auf den U1-Anschluss zu verlassen, der obendrein erst nach einem Fußweg von sechs bis acht Minuten vom Bahnhof aus zu erreichen ist. In anderen europäischen Hauptstädten verfügen Bahnhöfe über drei und mehr U-Bahnanschlüsse", macht Hoch aufmerksam.

VP-Bezirkvorsteherin Reichard: Bahnhof muss mit Öffis erstklassig erschlossen werden

"Wir wissen immer noch nicht, wie die Stadt Wien gedenkt, das zusätzliche Verkehrsaufkommen durch den Hauptbahnhof, so zu bewältigen, dass den Bürgerinnen und Bürgern nicht ein großes Stück Lebensqualität verloren geht", ergänzte die Wiedner Bezirksvorsteherin Susanne Reichard.

Außerdem sei nicht geklärt, wie man die optimale Querung für Fußgänger und Radfahrer vom Bahnhofsareal zum 4. Bezirk gestalten möchte. "Für den Bezirk ist es besonders wichtig, mittels eines weiteren U-Bahnanschlusses sowie dem Ausbau der anderen zum Bahnhof führenden Öffentlichen Linien, möglichst viele Fahrgäste des Hauptbahnhofs dazu zu bringen, nicht in das Auto zu steigen, sondern öffentlich an- und abzureisen", so Reichard.

Hauptnahhof darf kein zweiter Karlsplatz werden

Sie als ÖVP-Bezirksvorsteherin verstehe sich als Anwältin der Bürgerinnen und Bürger. Die Neuerrichtung des Hauptbahnhofs sei für Wien, aber auch für die angrenzenden Bezirke, die Chance für einen Entwicklungsschub, allerdings müsse die Stadt Wien dafür die stadtplanerischen und verkehrstechnischen Weichenstellungen voenehmen. Dazu gehöre es auch, für mehr Sicherheit in Form von einem im Bahnhofsbereich vorzusehenden Wachzimmer, sowie ausreichender Sozialeinrichtungen zu sorgen. "Beim neuen Hauptbahnhof darf sich keine mit dem Karlsplatz vergleichbare Szene entwickeln", mahnt Reichard abschließend.

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