Kickl: Ausbildungsgarantie der Regierung nur Scheinlösung

Lehrlinge in überbetrieblichen Lehrwerkstätten dürfen keine Lehrlinge zweiter Klasse sein - FPÖ für nachhaltiges Anreizpaket für Betriebe

Wien (OTS) - "Die von der Regierung großspurig verkündete Ausbildungsgarantie verspricht leider mehr, als sie halten kann. Denn einerseits erhalten Lehrlinge in diesen überbetrieblichen Werkstätten weniger Gehalt (in Form einer Ausbildungsentschädigung) als in einer klassischen Lehre und sind damit quasi Lehrlinge zweiter Klasse. Und zum Zweiten wird das Problem der Arbeitslosigkeit der Jugendlichen mit dieser isolierten Maßnahme nicht nachhaltig gelöst, sondern nur verschoben", sagte heute FPÖ-Generalsekretär und Arbeitnehmersprecher NAbg. Herbert Kickl anlässlich der Diskussion rund um 4.500 fehlende Lehrstellen in Österreich. Die Regierung habe es seit Jahren in ihrem Ruinierungsfeldzug gegen kleine und mittelständische Unternehmen sträflich unterlassen, Anreize zur Ausbildung von Lehrlingen, wie sie die FPÖ immer verlangt habe, zu schaffen. Überdies hätten SPÖ und ÖVP sehenden Auges eine Entwicklung toleriert, die dazu geführt habe, dass Großbetriebe selbst die Verantwortung der Lehrlingsausbildung immer weniger auf sich nehmen, dafür aber dann fertige Lehrlinge von ausbildenden Firmen abwerben würden. Wer die Lehrstellenmisere in den Griff bekommen wolle, müsse hier ansetzen und überdies dafür sorgen, dass weite Teile unseres elementaren Bildungssystems sich wieder ihrer Kernaufgabe, nämlich der Vermittlung von Fertigkeiten, die für das Berufsleben unumgänglich sind, zu widmen, statt im Dienste einer ideologisch verblendeten Politik zu Integrationsexperimentierfeldern, bei denen die Zukunftsinteressen unserer Österreicherinnen und Österreicher auf der Strecke bleiben würden, zu verkommen, so Kickl.

"Die FPÖ fordert neben einer Gleichstellung der Lehrlinge in überbetrieblichen Lehrwerkstätten ein umfassendes Anreizpaket für die Förderung der Lehrlingsausbildung", führte Kickl weiter aus. Dazu zählten die Wiedereinführung des von der rot-schwarzen Regierung im Vorjahr einfach sang- und klanglos abgeschafften Blum-Bonus und die Einsetzung eines neuen Lehrlingsbeauftragten ebenso wie Beschäftigungsoffensiven in Zukunftsbereichen wie Krankenbetreuung und Pflege. Ein weiterer Anreiz könne auch darin bestehen, die Kosten für den Lehrling während der Berufsschulzeit von der öffentlichen Hand tragen zu lassen. Für die Lehrlinge selbst müsse es eine stärkere finanzielle Unterstützung für die Berufsreifeprüfung geben, da dadurch die Qualifizierung auch von Facharbeitern zunehme. "Es geht um eine grundsätzliche Trendwende in der dualen Ausbildung, die von SPÖ-Hundstorfer und von der ÖVP bisher ignoriert wurde - in der Krise wirkt sich das nun doppelt negativ auf alle Lehrstellensuchenden aus", schloss Kickl.

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