BZÖ-Klubklausur: Haubner präsentiert Forderungen für Schule der Zukunft

Schulstarthilfe, flexible Ferienordnung, Zugang zum Internet für alle Schüler, Reform der Schulverwaltung und einheitliches Dienstrecht.

Linz (OTS) - "Die Schule der Zukunft muss gerechte Chancen für
alle Kinder und Jugendlichen bieten", erklärte BZÖ-Bildungssprecherin Uschi Haubner in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher. Als Ergebnis der BZÖ-Klubklausur in Linz präsentierte sie umfassende Forderungen für eine Schulreform. Die Kernpunkte: Schulstarthilfe, eine flexible Ferienordnung, Zugang zum Internet für alle Schüler, eine Reform der Schulverwaltung und ein einheitliches Dienstrecht.

"Das Recht auf Bildung steht allen zu", erinnerte Haubner. Neben einer Wahlfreiheit für Schüler und Eltern sei daher "Integration statt Ausgrenzung" wichtig. Entscheidend ist für Haubner allerdings auch, dass das Problem der Abbrecher und Sitzenbleiber behoben wird. Rund 880 Mio. Euro kostet dies jedes Jahr Eltern und den Staat, so Haubner. Sie warnte auch davor, dass gerade zu Schulbeginn enorme Kosten auf die Eltern zukommen. "In einer Schule in Oberösterreich sind 220 Euro an diversen Beiträgen zu bezahlen", nannte Haubner ein Beispiel. Deshalb sei die Schulstarthilfe in Form von Gutscheinen im Gesamtwert von 100 Euro nach Kärntner Vorbild unerlässlich.

Haubner kritisierte, dass das Schulsystem in seiner derzeitigen Form teuer und ineffizient sei. Eine Verwaltungsreform zur Beseitigung der Mehrgleisigkeiten durch Bezirks- und Landesschulräte sei ein erster notwendiger Schritt. Ebenso wichtig ist laut Haubner ein einheitliches Dienstrecht für Lehrer und die Möglichkeit, dass diese ihre Arbeit in der Schule verrichten können. "Ihre Arbeit soll sichtbar und transparent sein", so Haubner. Allerdings befürchtet Haubner, " dass Bildungsministerin Schmied nicht den Mut und die Stärke hat, sich gegen die roten und schwarzen Blockierer durchzusetzen."

Eine wesentliche Verbesserung für Schüler und Eltern verspricht sich Haubner von einer neuen Ferienordnung. Denn neun Wochen Sommerferien seien nicht nur für die Eltern schwierig zu planen, die Schüler seien zu lange vom Lernen weg. Haubner wünscht sich nach deutschem Vorbild eine flexible Regelung über das ganze Jahr. Dies könnte auch dem Tourismus zugute kommen.

"Kinder kommen heutzutage ohne Computer nicht mehr aus, sie müssen viel recherchieren", so Haubner. Deshalb fordert sie, dass, wie in Kärnten, ein kostenloser Zugang zum Internet für Schüler geschaffen wird. Diese Breitbandinitiative fordert sich nicht nur für ihr Bundesland Oberösterreich, sondern für alle Schüler in Österreich.

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