Bayr: Die Welt wird kleiner, die Verantwortung größer

Interdependence Day als Gedenktag der internationalen Verbundenheit begangen

Wien (OTS/SK) - Der International Interdependence Day wurde vom US-Politologen Benjamin Barber, Professor an der Universität von Maryland, 2003 ins Leben gerufen. Er fand das erste Mal am 12. September 2003 - zwei Jahre und einen Tag nach 9/11 - in Philadelphia statt, jener Stadt, wo 1776 die amerikanische Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet wurde. "Die Idee dahinter ist so einfach wie einleuchtend", erläutert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, "Independence - also Unabhängigkeit - alleine ist heute kein ausreichend zukunftsfähiges Konzept mehr. Wir leben auf einem Planeten, auf dem die Leben von bald 7 Milliarden Menschen untrennbar miteinander verknüpft sind. Deshalb ein Gedenktag der Verbundenheit!" ****

"Zusammenhänge gibt es auf dieser Welt mehr, als uns bewusst oder angenehm sind", Bayr ist überzeugt, "Die Ausbeutung der sogenannten Dritten Welt, der Glaube an unbegrenztes Wachstum der sogenannten Ersten Welt, Finanzkrise Wirtschaftskrise und Klimawandel - letztlich macht die Globalisierung deutlicher denn je sichtbar, dass wir alle voneinander abhängig sind und die von uns geprägten Gesellschaftssysteme ebenso. Es gilt, diesem Faktum der untrennbaren Zusammenhänge Rechnung zu tragen und unser Leben, unsere Gesellschaft, unser Wirtschaften und unsere Politik dahingehend auszurichten!"

Bayr gibt zu bedenken, dass Spielregeln im Interesse von Wirtschaft und Handel weltweit zügig und effizient durchgesetzt werden - soziale, menschenrechtliche, ökologische und nachhaltige Interessen hingegen auf der Strecke bleiben. Agrotreibstoffe etwa seien beispielhaft für eine rein ökonomische Interessensgrundlage, unter dem Deckmantel des Klimaschutzes. "Durch die verstärkte Nachfrage an Mais für die Herstellung von 'Biosprit' stieg der Preis dafür in Mexiko so stark an , dass sich die Mexikaner ihr eigenes Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten konnten und eine Nahrungsmittelkrise entstand", wie Bayr ausführt, "Die Nachfrage nach dem ebenfalls für 'Biosprit' verwendete Palmöl in Indonesien führt dort zu Brandrodungen, um Anbauflächen zu gewinnen, die mehr CO2-Emissionen verursachen, als durch den "Biosprit" eingespart werden könnten. Und diese Liste ließe sich noch lange weiter führen!"

"Der intelligente und menschliche Umgang mit der Komplexität dieser Welt wird über das langfristige Überleben auf unserem Planeten bestimmen. Sieben Milliarden Menschen ist nicht bloß eine abstrakte Zahl von ErdenbewohnerInnen sondern sieben Milliarden Einzelschicksale, sieben Milliarden Mal Streben nach individuellem Glück und einer menschenwürdigen Zukunft," so Bayr abschließend. (Schluss) mx/cv

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