Mölzer: Theater um Kommissarsbestellung nährt EU-Skepsis der Österreicher

Bürger haben kein Verständnis, dass nun von Frauenquote in EU-Kommission abhängen soll, wer EU-Kommissar wird - In Barroso sind keine hohen Erwartungen zu setzen

Wien (OTS) - Dass in Österreich laut neuer Eurobarometer-Umfrage trotz leicht steigender Zustimmung zur EU die EU-Skepsis weiterhin deutlich über dem europäischen Durchschnitt liege, hänge nicht zuletzt mit dem unwürdigen Schauspiel um die Bestellung des nächsten österreichischen EU-Kommissars zusammen, meinte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Die Menschen haben von der rot-schwarzen Packelei hinter verschlossenen Türen einfach die Nase voll. Und wenn nun offenbar von der Frauenquote in der nächsten EU-Kommission abhängen soll, wer österreichischer EU-Kommissar werden bzw. welches Ressort unser Land erhalten soll, dann fehlt den Bürgern jedes Verständnis für diese Spielereien", betonte Mölzer.

Überhaupt sei es, so der freiheitliche EU-Mandatar, sowohl für Österreich als auch für die EU ein Armutszeugnis, dass offenbar nur gescheiterte, weil vom Volk abgewählte Politiker für höhere Weihen in Brüssel infrage kämen. "Demzufolge wäre Ex-Vizekanzler Molterer, der bei der Nationalratswahl im Vorjahr die ÖVP auf einen historischen Tiefststand geführt hat, wohl am besten geeignet", meinte Mölzer. Tatsächlich aber sei nicht einzusehen, warum bei der aktuellen Diskussion Benita Ferrero-Waldner so gut wie keine Rolle spiele, erklärte der freiheitliche EU-Abgeordnete: "Denn Ferrero-Waldner hat ihre Arbeit als EU-Außenkommissarin im wesentlichen gut erledigt".

Insgesamt sei mit Spannung zu verfolgen, wie Jose Manuel Barroso die nächste EU-Kommission zusammenstückeln werde. "Hohe Erwartungen sind in Barroso nicht zu setzen. Vielmehr will der ehemalige Maoist es allen recht machen. Je nach politischer Wetterlage gibt sich dieses politische Chamäleon einmal konservativ und ein anderes Mal sozialdemokratisch angehaucht", schloss Mölzer.

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