Hagelschäden: 300.000 Euro Unterstützung für Wiens Landwirtschaft

Wien (OTS) - "Die Stadt Wien lässt die BäuerInnen und Bauern der Stadt mit Ihren Schäden nicht alleine im Regen stehen", versicherte die für Landwirtschaft zuständige Umweltstadträtin Ulli Sima gleich am Tag nach dem schweren Hagel Ende Juli dieses Jahres. Insbesondere die Weinbaufluren im 19. Bezirk, aber auch Erwerbsobstbauflächen und Ackerflächen in Teilen des 22. Bezirkes wurden bei diesem Unwetter in Mitleidenschaft gezogen. Sima kündigte damals rasche Hilfe für die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe in Wien an. Mittlerweile sind die Schadenserhebungen durch die Sachverständigen abgeschlossen.****

Weinbau im 19. und Obstanbau im 22. Bezirk besonders betroffen

Am stärksten betroffen waren die Weinbauflächen im 19. Bezirk, wo das durchschnittliche Schadensausmaß beinahe 70 Prozent des Ertrages beträgt. Teilweise beträgt der Ertragsausfall in den Döblinger Weingärten bis zu 100 Prozent. Während im 21. und 23. Bezirk vergleichsweise geringe Schäden (bis zu 20 Prozent Ausfall) entstanden sind, waren besonders die Obstanbauflächen im 22. Bezirk mit einem Ausfall von 60 - 70 Prozent stark betroffen.

Finanzieller Zuschuss für Mehrkosten auf insgesamt 310 Hektar Fläche

Da das Ausmaß des Schadens mit jenem nach dem letzten großen Hagel im Jahr 2003 durchaus vergleichbar ist, sind die Stadt Wien und die Landwirtschaftskammer übereingekommen den Modus der Entschädigungszahlungen an die damalige Förderaktion anzupassen. Wie im Jahr 2003 wird es auch jetzt einen finanziellen Zuschuss zur Bedeckung der außerordentlichen Mehrkosten für Betriebe, bei denen das Schadensausmaß 30 Prozent des Ertrages übersteigt, geben. Somit werden insgesamt rund 270 Hektar Weinbauflächen im 19. Bezirk und rund 40 Hektar Erwerbsobstbauflächen im 22. Bezirk gefördert. Hinsichtlich der Förderhöhe wird analog zur Regelung im Jahr 2003 den Betrieben maximal 50 Prozent des durch den Hagelschlag bedingten finanziellen Mehraufwandes für die zusätzlichen Pflege- und Bewirtschaftungsmaßnahmen gewährt. Die Gesamtsumme des finanziellen Zuschusses durch die Stadt Wien beträgt 300.000 Euro.

Auszahlung der Förderung so rasch wie möglich

Die Auszahlung der Förderung erfolgt über die Landwirtschaftskammer. Die Auszahlung der Förderung wird vermutlich Anfang nächsten Jahres durchgeführt werden können. Bis zur Auszahlung an die Förderwerber sind noch eine Reihe formalrechtlicher Schritte wie die Erstellung einer Förderungsrichtlinie, die Einreichung dieser Richtlinie zur Notifikation durch die Europäische Kommission, die Beantragung durch die Förderwerber sowie die Genehmigung durch die Landesregierung notwendig.

Förderung als Beitrag für langfristige Erhaltung der Kulturlandschaft

Um die Kulturanlagen wieder in einen ertragsfähigen Zustand zu bringen, sind eine Reihe zusätzlicher Arbeiten erforderlich. Mit dieser Förderung wird nicht nur Unterstützung der betroffenen Betrieben in einer - aufgrund der Ertragsausfälle - wirtschaftlich schwierigen Situation erreicht, sondern auch ein Beitrag zur Erhaltung der besonderen Kulturlandschaft Wiens in den betroffenen Gebieten geleistet.

Wirtschaftliche Bedeutung der Wiener Landwirtschaft

Mehr als 6.000 Hektar der Fläche Wiens werden landwirtschaftlich genutzt (das sind 16 Prozent der Fläche Wiens). Es gibt in Wien rund 800 landwirtschaftliche Betriebe. "Die Wiener Landwirtschaft ist mit einem jährlichen Produktionswert von 107 Millionen Euro ein wichtiger Teil der Wiener Wirtschaft. Es ist der Stadt daher ein großes Anliegen, dass wir die für eine Metropole europaweit einzigartige landwirtschaftliche Struktur in Wien absichern und die Betriebe unterstützen", ergänzte Umweltstadträtin Sima abschließend. (Schluss) ang

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Johannes Angerer
Mediensprecher StRin Mag.a Ulli Sima
Telefon: 01 4000-81359
Mobil: 0676 8118 81359
E-Mail: johannes.angerer@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0005