ÖAMTC: Berufskraftfahrer-Weiterbildung für Lkw-Fahrer tritt in Kraft

Gut ausgebildete Berufskraftfahrer sind ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor

Wien (OTS) - Morgen, 10. September 2009, tritt die gesetzliche Berufskraftfahrer-Aus- und Weiterbildung für Lkw-Fahrer in Kraft. Damit dürfen in ganz Europa nur mehr jene Fahrer als Berufskraftfahrer im Güterbeförderungsgewerbe unterwegs sein, die über eine entsprechende Ausbildung verfügen bzw. sich alle fünf Jahre mindestens 35 Stunden weiterbilden. Für Busfahrer gilt diese Verordnung bereits seit einem Jahr. Wer die vorgeschriebene Weiterbildung nicht nachweisen kann, behält zwar die Lenkerberechtigung, darf aber nicht im gewerblichen Personen- und Güterverkehr tätig sein. "Gerade im Unternehmensbereich rechnen sich die Investitionen in diese Ausbildungen schon nach kurzer Zeit, wenn sie entsprechend gut umgesetzt werden", unterstreicht Gerhard Blümel, Leiter der ÖAMTC-Akademie, den wirtschaftlichen Nutzen der Kurse für Firmen.

"Unsere Erfahrung zeigt, dass gezielte Weiterbildungsmaßnahmen die Anzahl der Unfälle um bis zu 40 Prozent verringern können. Entsprechende Ladungssicherungskurse reduzieren Transportschäden bis zu 70 Prozent. Durch Eco-Trainings wird im Lkw-Bereich eine nachhaltige Kraftstoffreduktion von bis zu fünf Prozent erreicht und damit auch wesentlich zur CO2-Reduktion beigetragen", erklärt der ÖAMTC-Fahrtechnik-Experte. Weniger Schadensfälle bedeuten aber auch weniger Versicherungsleistungen, Unfallschadensfolgen wie Krankenhauskosten und Kosten für Krankenstände werden minimiert. Unternehmer profitieren durch Senkung der indirekten, nicht auf eine Versicherung überwälzbaren Kosten, wie Personalkosten, Stehzeiten oder Wertverlust.

"Lernen durch Erleben" - Club bietet praxisnahe Kurse für Profis am Steuer

Wenn sich bei einem Lkw die Ladung selbständig macht, wenn ein Sattelschlepper zur Notbremsung ansetzen muss, wenn ein Tankwagen zu kippen droht - das sind Extremsituationen, die im Straßenverkehr meist verheerend enden. Wichtig ist daher, dass die Berufskraftfahrer-Aus- und Weiterbildung möglichst praxisnah gestaltet ist. "Wenn die Schulungen Sinn machen sollen, gilt Lernen durch Erleben", sagt Blümel. Eine anwenderbezogene Praxisausbildung ist die Garantie für ein erfolgreiches Fahrertraining, das einerseits bei den Berufskraftfahrern selbst und andererseits auch wirtschaftlich nachhaltig Wirkung zeigt. "Wer einen Lkw vorausschauend und der Technik entsprechend im Straßenverkehr bewegt, vermeidet Unfälle, spart bei Sprit, Zeit und Verschleiß", sagt der Leiter der ÖAMTC-Fahrerakademie. Der Club bietet die Weiterbildungen österreichweit in allen Bundesländer und seinen neun Fahrsicherheitszentren aber auch vor Ort im Unternehmen an. Um im Training möglichst gut den täglichen Fahrbetrieb zu simulieren, wird das Training für Lkw- und Busfahrer individuell auf das Anforderungsprofil von Fahrer und Unternehmen angepasst.

Die in der Verordnung vorgeschriebenen Themenbereiche sind Brems-und Sicherheitstechnik, wirtschaftliche Fahrweise, Ladungssicherung, Anwendung der Vorschriften sowie Gesundheit, Ergonomie und Umweltsicherheit. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben bestehen die Berufskraftfahrer-Weiterbildungskurse in den ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren aus fünf Trainingstagen. Ein Trainingstag muss mindestens sieben Stunden dauern. Es gibt keine Vorgaben, wann die Kurse innerhalb der vorgeschriebenen fünf Jahre absolviert werden müssen. "Der Idealfall ist ein Ausbildungstag pro Jahr. So ist gewährleistet, dass der Berufskraftfahrer kontinuierlich weitergebildet wird", empfiehlt der ÖAMTC-Fahrtechnik-Experte.

Infos zur Berufskraftfahrer-Weiterbildung und zu den ÖAMTC-Fahrtechniktrainings für Nutzfahrzeuge findet man unter www.oeamtc.at/fahrerakademie .

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