Brigittenau: "Quilten"-Schau in der Gebietsbetreuung

Eröffnung am 9.9. um 19.00 Uhr - Reichhaltige Motive-Schau einer weltweit verbreiteten Nähtechnik

Wien (OTS) - Einem Juni-Regenguss auf dem Wallensteinplatz
verdankt die demnächst beginnende "Quilten"-Schau in der Gebietsbetreuung ihr Dasein: Seinerzeit im Rahmen der Bezirksfestwochen geplant und ob des Regens abgesagt, zeigt die ins Trockene verlegte Schau anhand von etwa 40 Werkstücken die motivische und handwerkliche Breite dieser in Wien noch eher unbekannten Art des "Fleckerl"-Zusammennähens von mitunter Bettdeckengroßen Stoffen. Anderswo gibt es laut Christine Huber-Pachler von der Aktion "Lebendige Wallensteinstrasse" eigene Quilt-Wettbewerbe, wie etwa rund um das französische Straßburg oder in Holland, wo 2008 ein 10 mal 27 Meter großer Riesen-Quilt genäht wurde. Ganz abgesehen von den amerikanischen "Amish", bei denen diese Beschäftigung bis heute in besonderer Blüte steht. In Wien, so könnte man schreiben, ist das Quilten, trotz des "Resterlverwerter"-Rufs der Stadt, noch mehr Geheimtipp. In der kunstsinnigen Brigittenau gibt es jedenfalls um die zehn Damen, die maßgeblich die bis Anfang Oktober laufende Werkschau bestücken. Beim Quilten, bei dem mindestens drei Stoffbahnen miteinander vernäht werden, gibt es unterschiedlichste Muster- und Farbkombinationen. Bekannt ist das "Log Cabin"-Muster, dessen Grundform meist aus zwei unterschiedlich hellen Dreiecken besteht, die in Summe ein Quadrat bilden. Handwerkliche Steigerungen passieren durch exklusivere Stoffwahl und kompliziertere Muster und Motive.

"Quilten" stammt ursprünglich aus dem Vorderen Orient und soll der Überlieferung nach von Kreuzfahrern nach Europa gebracht worden sein. Laut Huber-Pachler ist die Abstepp-technik "eigentlich überall anzutreffen, von Japan bis Frankreich." Heutzutage ist der "Patchworkquilt" recht bekannt, nicht zuletzt durch diverse amerikanische Spielfilme, wie etwa "Seite an Seite" (1998), einem Familien-Melodram mit Julia Roberts und Susan Sarandon. In den 90er Jahren löste sich die Nähtechnik gewissermaßen von ihrem eigentlichen Faden und dient heute als populär-soziologischer Begriff für neue Familienformen. Die Werkschau in der Brigittenau hat den eigentlichen Faden noch in der Hand und konzentriert sich auf die entsprechende Handwerkstechnik. Der Eintritt ist frei.

o Ausstellung "Quilten" (10.9. bis 2.10.) Ort: Gebietsbetreuung Brigittenau (20., Allerheiligenplatz 11) Öffnungszeiten: Mo-Mi: 9.00 - 12.00 u. 13.00 - 17.00 Uhr; Do: 13.00 - 19.00 Uhr; Fr.: 9.00 - 12.00 Uhr o Infos auch: www.gebietsbetreuung.wien.at ; www.patchwork.at ; www.quiltcat.at

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