Presseaussendung der BMHS-Gewerkschaft: Gute Bildung kostet Geld

Wien (OTS) - Ausgaben für Bildung sind Investitionen in die
Zukunft eines Landes. Sie sind in hohem Maße geeignet, das Wirtschaftswachstum zu stärken, die Produktivität zu steigern, die persönliche und die gesellschaftliche Entwicklung zu fördern und soziale Ungleichheiten zu verringern. Ohne angemessene personelle und materielle Ausstattung kann das Bildungssystem den vielfältigen Anforderungen nicht gerecht werden. Dies gilt auch angesichts der derzeit herrschenden finanziellen Situation der öffentlichen Haushalte.

Der Anteil der gesamten Bildungsausgaben in international vergleichbarer Abgrenzung am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in Österreich in den letzten 15 Jahren deutlich gesunken. 1995 wurden in Österreich noch 6,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Bildung ausgegeben, 2006 waren es nur mehr 5,5 Prozent (OECD Schnitt:
5,7%).

Die Wahrheit über die Lehrergehälter

Die Lehrergehälter in Österreich sind beileibe kein Preistreiber wie die Studie der OECD beweist. Die Bezüge von Österreichs Lehrern liegen exakt im Mittelfeld und deutlich hinter unseren Nachbarländern Deutschland und der Schweiz. Entscheidend ist auch, was sich Österreichs Lehrer mit ihrem Einkommen kaufen können. In Relation zum Wohlstand eines Landes liegen die Lehrereinkommen in Österreich am unteren Ende der gelisteten OECD-Länder.

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Prof. MMag. Jürgen Rainer
Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft
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