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Neues Volksblatt: "Kleinschulen" (von Michael Kaltenberger)
Ausgabe vom 9. September 2009
Linz (OTS) - Föderalismus ist ein recht sperriges Wort, das wenig
über das Lebensgefühl aussagt, das damit verbunden ist. Denn wir alle
sind nicht nur Österreicher, wir sind auch, vielleicht sogar vor
allem, Oberösterreicher, Niederösterreicher, Tiroler, Salzburger oder
Wiener.
Trotzdem gibt es die Versuche, die gewachsenen Strukturen und den
Aufbau Österreichs - von den Gemeinden über die Länder bis zum Bund -
in Frage zu stellen. Weil es angeblich viel billiger kommt, wenn man
Gemeinden fusioniert und Bundesländer zu Verwaltungsgemeinschaften
zusammenlegt.
Abgesehen davon, dass es höchst zweifelhaft ist, ob das wirklich
billiger käme, fragen diese "Experten" nicht, wie es den Bürgern
dabei geht.
Die Zentralisierer sitzen überall, das zeigt die Antwort des
Sprechers von Unterrichtsministerin Claudia Schmied auf die Kritik
von Landeshauptmann Josef Pühringer, dass das Land 200 Lehrer
bezahle, die eigentlich der Bund finanzieren müsste: Dass
Oberösterreich mit den zugeteilten Lehrern nicht auskomme, könne an
den Schulstrukturen liegen, etwa am Festhalten an Kleinschulen, meint
der Sprecher der SPÖ-Ministerin.
Aus dem Ministeriumsdeutsch übersetzt heißt das: Weg mit den
Kleinschulen!
Man sieht: Es ist ganz gut, wenn nicht alles in Wien entschieden
wird.
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