Antwort der kasachischen Rechtsanwälte auf das Interview von Rakhat Aliyev in der Tageszeitung "Kurier" vom 06.09.2009

Wien (OTS) - Rakhat Aliyev nimmt in einem Kurier-Interview vom
6.9. mit unrichtigen und tendenziell verleumderischen Behauptungen Bezug auf die für die Republik Kasachstan tätigen Anwälte. Zur Zeit ist ein Auslieferungs- und Ermittlungsverfahren gegen Aliyev im Landesgericht Wien anhängig, in dem Kollege Richard Soyer und ich die Republik Kasachstan vertreten.

Nach intensivem Studium der Causa stellen wir klar, dass der dringende Tatverdacht vorliegt, dass Aliyev auf dem Territorium Kasachstans schwerste Verbrechen und Finanzstraftaten begangen hat, die einer gerichtlichen Aufklärung zuzuführen sind. Folterung und Entführung von Menschen sowie andere Gewaltdelikte sind jedenfalls auch von den österreichischen Strafverfolgungseinrichtungen zu ermitteln. Das Wiener Landesgericht und die Staatsanwaltschaft Wien haben volle Einsicht in alle entsprechenden Unterlagen. Auch für Aliyevs Behauptung, dass die kasachische Seite ihm nach dem Leben trachte, liegen uns keinerlei Informationen vor und Aliyev bleibt dafür auch jeden Beleg schuldig. Das gleiche gilt für die behaupteten Überfälle auf seine Person.

Die ständigen Angriffe von Aliyev auf die Republik Kasachstan und deren Organe erfolgen, um die öffentliche Meinung in Österreich in seinem Sinne zu beeinflussen. Offensichtich sieht Rakhat Aliyev in der Politisierung eines an sich unpolitischen Strafverfahrens die einzige Möglichkeit, der strafprozessualen Aufarbeitung seines Verhaltens durch österreichische Gerichte zu entgehen.

Rechtsanwälte Dr. Wolfgang Moringer und Dr. Richard Soyer

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