Wissenschaftsminister Hahn - OECD-Studie untermauert: "Wissen schafft Arbeit"

Erhöhung der Absolvent/innenquote als oberstes Ziel im tertiären Sektor

Wien (OTS) - In seinem Motto "Wissen schafft Arbeit" sieht sich Wissenschaftsminister Johannes Hahn durch den heute von der OECD veröffentlichten Bericht "Bildung auf einen Blick" bestätigt. Die Daten zeigen die überdurchschnittlich guten Jobaussichten von Absolventinnen und Absolventen aus dem tertiären Bereich und ihre möglichen Einkommensaussichten.

"Ein Pflichtschulabsolvent hat ein rund 6 mal höheres Risiko arbeitslos zu werden als ein Absolvent des tertiären Sektors", verweist Hahn auf die aktuellen Arbeitsmarktdaten des AMS für den August.

Auch in den heute vorgestellten OECD Daten zeigen sich für den Wissenschaftsminister die typischen österreichischen Besonderheiten, aber auch die Herausforderungen, die es anzupacken gelte.

So erklären sich die traditionell niedrige Akademiker/innen- und Hochschulzugangsquote Österreichs nach wie vor aus dem starken berufsbildenden Angebot des heimischen Sekundarbereichs, der trotz hoher Qualifikation der Absolvent/innen nicht in die Berechnung einfließt.

Aber auch die im internationalen Vergleich längere durchschnittliche Studiendauer macht sich in der Bewertung bemerkbar. Die Einführung der dreigliedrigen Bologna-Studienarchitektur sowie die in der Bundesregierung vereinbarten verpflichtenden Studieneingangsphasen stellen für Hahn geeignete Instrumente dar, raschere Studienabschlüsse zu ermöglichen. Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf den steuernden Effekt von Studienbeiträgen, der sich bei der damaligen Einführung gezeigt hat.

"Wir müssen sicherstellen, dass mehr junge Menschen in kürzerer Zeit einen positiven Studienabschluss erreichen können. Daher richtet sich unser Blick nicht nur auf die Zahl der Studierenden sondern vor allem auf die Zahl der Absolventinnen und Absolventen", beschreibt Hahn die Herausforderung an den tertiären Bildungssektor. Eine Frage, die auch in den vom Wissenschaftsminister vor kurzem in Alpbach angekündigten österreichweiten Hochschulplan einfließen wird.

Positiv hob der Ressortchef auch die von der OECD ausgewiesene überdurchschnittlich hohe Erfolgsquote von 71 Prozent im tertiären Bereich hervor. Die sukzessive Verbesserung über den OECD- und EU-Durchschnitt ist für Hahn nicht zuletzt auf die positive Steuerung durch die Studienbeiträge zurückzuführen. Auch wenn diese nun weitgehend nicht mehr eingehoben werden, gehe der Kampf gegen den "Drop-out" weiter.

"Das beste Mittel für eine gelungene Studienwahl sind frühzeitige Information und sorgfältige Studienwahl. In beiden Bereichen bietet das Wissenschaftsministerium umfangreiche Serviceangebote", so Hahn.

Dass die öffentliche Hand in Österreich mit 1,2 Prozent des BIP mehr in den tertiären Bildungsbereich, als im Durchschnitt der EU- bzw. OECD-Staaten investiert, sieht der Wissenschaftsminister als Beweis für die Bedeutung, die die Bundesregierung diesem Bildungsbereich zumisst und als Auftrag, die Anstrengungen fortzusetzen. "Ich hoffe, dass dieser klare Budgetschwerpunkt auch Private ermutigt, in diesen Zukunftsbereich zu investieren", schließt der Wissenschaftsminister.

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