Industrie: OECD bestätigt Handlungsbedarf in den Schulen

IV-GS Beyrer: Output des Systems mangelhaft - Nachfrage der Wirtschaft nach Hochqualifizierten wird nicht gedeckt - Österreich braucht bestes Bildungssystem

Wien (OTS) - (PdI) "Die heute präsentierte OECD-Studie 'Bildung
auf einen Blick' bestätigt erneut die dringende Notwendigkeit von umfassenden Bildungsreformen in Österreich", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer heute, Dienstag. "Wir haben zu hohe Ausgaben pro Schüler bzw. Student, und gleichzeitig viel zu geringe Investitionen in Bildung. Wenn die notwendigen Reformen nicht schnell angegangen werden, verschlechtern wir weiterhin Jahr für Jahr unsere Wettbewerbsfähigkeit." Es müsse daher darum gehen, die Schulverwaltung zu reformieren, die Kosten dadurch drastisch zu senken und die freiwerdenden Mittel in die Bildung zu investieren. Die Industriellenvereinigung habe mit "Schule 2020" bereits seit einiger Zeit ein entsprechendes Konzept vorgelegt.

"Klar ist: Österreich braucht als eines der wohlhabendsten Länder der Welt das beste Bildungssystem", betonte Beyrer. "Derzeit zählen die Kosten laut der OECD-Studie hierzulande mit rund 11.000 US-Dollar pro Schüler bzw. Student auch zu den höchsten der OECD. Gemessen an den hohen Investitionen mangelt es aber am Output - Stichwort hohe Drop-out-Raten und überlange Studiendauer." Trotz mancher Erfolge -so sei es im Bereich der tertiären Ausbildung etwa gelungen, die Zahl der Studienanfänger auf 42 Prozent zu steigern (OECD-Durchschnitt: 56 Prozent) - "brauchen wir hier rasche und umfassende Lösungen".

"Trotz der von der Industrie sehr geschätzten Absolventen Berufsbildender Höherer Schulen - HTL; HAK - wird die Nachfrage der Wirtschaft an Hochqualifizierten durch das österreichische Bildungssystem nach wie vor nicht gedeckt. Für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes sind Investitionen in Bildung und Innovation entscheidend", sagte Beyrer. So sei auch im Bereich des Lebenslangen Lernen und der Weiterbildung Nachholbedarf gegeben. Die Industrie spricht sich zudem für eine Wiedereinführung der Studiengebühren aus und sieht sich dabei durch die OECD-Studie bestätigt, so der IV-Generalsekretär.

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