Schwentner: Aufstiegschancen für Frauen muss es in allen Ministerien geben

Grüne: Bei der Personalplanung des Bundes nicht auf die Frauen vergessen

Wien (OTS) - "Der Anstieg bei den Frauen in Führungspositionen in den letzten zwei Jahren, von 16 auf 20,6 Prozent, ist ein Erfolg, auf dem sich die Frauenministerin jetzt nicht ausruhen darf. Denn der halbe Weg bis zu einem Frauenanteil von 40 Prozent in den Führungspositionen muss noch zurückgelegt werden", meint Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen. Offen bleibt zudem auch, ob ein deutliches Unterschreiten der gesetzten Ziele bei der Erhöhung des Frauenanteils im Stellenplan, Konsequenzen nach sich ziehen wird. "Ambitionierte Ziele, die sich dann als reine Phantasiezahlen entpuppen, sind auch nicht sinnvoll. Die Ministerien sollten gemeinsam mit der Frauenministerin regelmäßig ihre im Frauenförderungsplan angeführten Maßnahmen auf ihren Erfolg hin überprüfen. So könnten erfolgreiche Frauenförderungsmaßnahmen schnell von anderen Ressorts übernommen werden", so Schwentner.

"Die Beibehaltung von null Prozent Frauen in Führungspositionen als Zielsetzung bis 2013, wie dies beim Verteidigungsministerium der Fall ist, das ist gezielte Männerbeförderung. Es darf nicht der willkürlichen Planung einzelner Ressorts überlassen werden, ob sie gerne mehr Frauen in Führungspositionen hätten. Frauenministerin Heinisch-Hosek muss sich stärker in die Personalplanung einmischen und schauen, dass nicht in einzelnen Ressorts auf die Frauen komplett vergessen wird", fordert Schwentner und weiter: "So lange der Frauenanteil unter den Führungspositionen im Bundesdienst bei unter 40 Prozent liegt, müssen Frauen bei gleicher Qualifikation männlichen Bewerbern vorgezogen werden. Wieso das Verteidigungsministerium keinerlei Ambitionen zeigt, um Frauen in Führungspositionen zu holen, ist völlig unverständlich".

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